Día de los Muertos erinnert an den Tod bekannter Tiere
Terug

Día de los Muertos erinnert an den Tod bekannter Tiere

Donnerstag, 12 Oktober 2017

Am Samstag, den 14. Oktober, beginnt das farbenfrohe Fest Día de los Muertos im Königlichen Burgers’ Zoo. Der „Tag der Toten“ ist die größte kulturelle Veranstaltung Mexikos, wird aber nicht nur dort, sondern in fast allen süd- und mittelamerikanischen Ländern gefeiert. Bis einschließlich Sonntag, den 29. Oktober, ist der Tierpark festlich geschmückt, und Besucher aller Altersgruppen können Workshops, Skulpturen und traditionell geschminkte Schauspieler erleben, die mexikanische Musik spielen.

Obwohl der Día de los Muertos zur gleichen Zeit wie Halloween stattfindet, unterscheiden sich die Feste grundlegend. Das mexikanische Fest wird nicht veranstaltet, um die Menschen zu erschrecken, im Mittelpunkt steht vielmehr der Respekt für verstorbene Familienangehörige und Freunde. Gleichzeitig wird das Leben gefeiert. Der Arnheimer Tierpark erinnert zudem auf zurückhaltende Weise an den Tod dreier berühmter Tiere: die Schimpansin Mama, einen Adlerrochen ohne Vater und das von Wilderern getötete Nashorn Vince. Für Jahreskarteninhaber ist der Eintritt frei. Zahlreiche praktische Informationen über die Veranstaltung finden sich auf www.burgerszoo.de/Díadelosmuertos

Drei verstorbene Tiere mit einer besonderen Geschichte 

Die Schimpansin Mama war weltberühmt. Sie war die Hauptfigur in dem faszinierenden Buch „Chimpanseepolitiek“ (Schimpansenpolitik), das der renommierte Primatologe Frans de Waal über sein Forschungsprojekt bei den Arnheimer Schimpansen schrieb. Die Schimpansin starb hochbetagt im Burgers’ Zoo und nahm bis zu ihrem Lebensende eine sehr einflussreiche Rolle in der Menschenaffengruppe ein.

Ferner erinnert der Tierpark an einen Adlerrochen, der ohne Beteiligung eines Männchens (!) in Arnheim geboren worden war: Dieses Phänomen der eingeschlechtlichen Fortpflanzung wird als Parthenogenese oder Jungfernzeugung bezeichnet. Parthenogenese ist bereits seit Langem von einigen Reptilien- und Fischarten bekannt, war jedoch nie zuvor bei Adlerrochen wissenschaftlich nachgewiesen worden.

Und schließlich wird auch die traurige Geschichte des Nashorns Vince erzählt, das in Arnheim zur Welt gekommen war und später in einem französischen Zoo wegen seines wertvollen Horns regelrecht abgeschlachtet wurde. LI9A2990cut (1)

Wachsende internationale Bekanntheit

Nicht zuletzt in Hollywood entsteht ein zunehmendes Interesse an dem faszinierenden Fest Día de los Muertos. So lanciert Disney’s Pixar im November dieses Jahres die internationale Premiere von „Coco“: Ein Animationsfilm für Jung und Alt, der auf dem Día de los Muertos basiert und seinen (jungen) Zuschauern auf spielerische Art den Ursprung und die Bräuche dieses Festes erklärt. 

Actors, workshops, and decorations

In Kooperation mit Van Hoorne Entertainment und ROC Rijn IJssel hat Burgers’ Zoo in diesem Jahr zwölf Schauspieler engagiert, die an jedem Tag der Veranstaltung im Park anzutreffen sind – geschminkt und gekleidet im traditionellen Stil des Día de los Muertos. Die bunten Figuren lassen sich nicht nur gerne mit Besuchern fotografieren, sondern spielen auch typisch mexikanische Musik.

Des Weiteren organisiert der Arnheimer Zoo in Zusammenarbeit mit der Mexikanerin Georginia Lira spezielle Workshops, in denen Kinder und Erwachsene Origami-Totenkopfschädel basteln und schmücken, Masken entwerfen und Marshmallows bemalen können.

Ebenso wie im vergangen Jahr ist der Zoo wieder festlich geschmückt. In diesem Jahr dekoriert Burgers’ Zoo seine Wege mit über 1500 Metern bunten mexikanischen „Día de los Muertos“-Girlanden, und vor dem Pinguin Corner werden große Wandzeichnungen angebracht. 

LI9A2908cut (1)

Kommentare


Mehr News


Ich sehe was, was Du nicht siehst: Epiphyten

Ich sehe was, was Du nicht siehst: Epiphyten

Mittwoch, 05 Dezember 2018

 Der dreißig Jahre alte Regenwald verbirgt vor dem durchschnittlichen Besucher zahlreiche grüne Geheimnisse. Einer der weniger bekannten grünen Fakten ist beispielsweise, dass die Bepflanzung dieses Regenwaldes in drei Welten aufgeteilt ist: Südamerika, Afrika und Südostasien. Aber diese Tatsache würde man nicht als großes Geheimnis bezeichnen.

Lesen Sie mehr
Schottischer bär soll Arnheimer bärinnen beziren

Schottischer bär soll Arnheimer bärinnen beziren

Donnerstag, 29 November 2018

Sehnsüchtig warten die Biologen und Tierpfleger des Königlichen Burgers’ Zoos auf das Eintreffen eines Malaienbären-Männchens, das für Freitag, den 30. November 2018, geplant ist. Alle Hoffnungen ruhen auf dem Männchen aus dem Tierpark von Edinburg (Schottland) und den beiden Arnheimer Bärinnen: Sie sollen gemeinsam den ersehnten Nachwuchs für das europäische Zuchtprogramm hervorbringen.

Lesen Sie mehr
Kein Idiot, der Kreosot

Kein Idiot, der Kreosot

Mittwoch, 28 November 2018

Bestimmte Umweltbedingungen, die in natürlichen Lebensräumen herrschen, werden in den Öko-Displays von Burgers’ Zoo naturgetreu nachgeahmt. So fällt in Burgers’ Desert beispielsweise monatelang kein Regen – genau wie in der amerikanischen Wüste. Wenn im April dann plötzlich heftige Niederschläge einsetzen, löst das bei vielen Pflanzen bestimmte Reaktionen aus.

 

Lesen Sie mehr

Wir verwenden Cookies für eine optimale Erfahrung auf dieser Seite.

in Ordnung Privacy statement