Die größte Indoor Mangrove der Welt

Bäume fällen, Gebäude abreißen und Fledermausbestand untersuchen

Bevor wir mit den Abrissarbeiten anfangen konnten, haben wir in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Arnheim zuerst überprüft, ob in den Gebäuden, die abgerissen werden sollten, zufällig einheimische Fledermäuse hausten. Da dies nicht der Fall war, konnten die Arbeiten planmäßig gestartet werden. Auch die Spatzenpopulation wurde sorgfältig untersucht, weil die Spatzen in den Niederlanden als Vogelart leider einen schwierigen Stand haben. Glücklicherweise stellte sich heraus, dass wir an diversen Stellen in unserem Park florierende Spatzenkolonien haben und dass sich diese Vögel gerade in unserem Park besonders gut entwickeln. Auf dem Baugelände, wo Burgers’ Mangrove demnächst bewundert werden kann, sollen über dreißig Bäume gerodet werden. Aber nur einige dieser Bäume werden abtransportiert, da der Großteil im Park wiederverwendet wird. Eine wichtige Bedingung für die Baumfällgenehmigung, die uns erteilt wurde, besteht außerdem in der Pflicht zur Neupflanzung: Auf dem aktuellen Baugelände werden später ca. zehn große Bäume und viele kleineren Arten um die neue Burgers‘ Mangrove herum angepflanzt.

Nach den Fällungsarbeiten werden mehr als zwanzig gefällte Bäume vorübergehend im Wirtschaftsbereich am Eingang Ost gelagert. Diese Bäume werden später unter anderem für das Schimpansen-Feld verwendet, um die natürlichen Kletterstrukturen für diese Menschenaffen noch weiter auszubauen. Auch im Areal der Malaienbären werden wir zusätzliche Kletterbäume aufstellen. Sechs Bäume werden schnellstmöglich auf dem Rimba-Feld aufgestellt, um den Siamangs noch mehr Möglichkeiten für ihre schwungvolle Fortbewegung in den Baumkronen zu bieten. Außerdem werden im Safari-Bereich ein bis zwei Bäume in die neue Unterkunft der Pelikane gelegt. Dabei handelt es sich hauptsächlich um einheimische Stieleichen: eine langlebige Holzart, an denen unsere Tiere sehr wahrscheinlich noch jahrelang ihre Freude haben werden. Auch über die Wiederverwertung dieser Bäume ist also im Vorfeld schon gut nachgedacht worden!

Zusätzlich zu dem Abriss der alten Gebäude und den Baumfällarbeiten haben wir diese Woche damit angefangen das Gelände baureif zu machen. Wir entfernen beispielsweise die Fundamente, einige Teichbecken aus Beton und den Pfad, der sich durch die Geier-Voliere schlängelt. Schließlich müssen auch Kabel und Leitungen entfernt oder verlegt werden.

Am Montag, den 3. Oktober, muss das gesamte Gelände baureif übertragen werden, damit die Erdbewegungsarbeiten starten können. Dann werden die Keller gegraben, die sich nachher unter dem Projekt Burgers’ Mangrove befinden werden. In der Mangrove legen wir diverse Wasserpartien an, die eine natürliche Strömung aufweisen, da wir mit unterschiedlichen Höhenniveaus arbeiten Schließlich wird dieses Wasser mit der natürlichen Strömung in die Keller fließen, wo wir es wieder hochpumpen können. Durch die clevere Nutzung der Schwerkraft brauchen wir daher das Wasser nur einmal hochpumpen, womit wir viel Energie sparen und den nachhaltigen Charakter des Projekts stärken. Das Wasser läuft durch einen Trommelfilter, in dem die groben Sedimente aus dem Wasser gefiltert werden. Danach gelangt das Wasser in eine Filteranlage, die wir mit Erfolg auch im Ocean verwenden, komplett mit biologischen Filtern und Eiweißabschäumern.

Zu guter Letzt entfernten wir diese Woche - mit allen erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen - Asbest, das sich in zwei Gebäuden und in zwei Volieren befand. Vor ca. einem halben Jahr haben wir eine externes Unternehmen mit einer umfangreichen Asbestuntersuchung des gesamten Parkgeländes beauftragt, da wir ganz genau erfahren wollten, in welchen alten Gebäuden sich noch Asbest befindet. Glücklicherweise ist das nur noch an wenigen Stellen der Fall und mit diesem Wissen haben wir den Asbest rechtzeitig und unter Einhaltung aller Schutzmaßnahmen entfernen können.

Frank Simon Geschrieben von: Frank Simon Abteilungsleiter Bau/Technik
23.09.2016

Siehe auch:

Frank Simon Geschrieben von: Frank Simon Manager Techniek
20.09.2016
Willeke Huizinga Geschrieben von: Willeke Huizinga Curator Bush, Desert en Vogels
19.09.2016

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