Ein vielseitiges „Schweinchen“
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Ein vielseitiges „Schweinchen“

Mittwoch, 20 Juli 2016
Ein vielseitiges „Schweinchen“

In jeder ZieZoo stellen wir Ihnen eine Tierart aus dem nördlichen Belize vor.In diesem Gebiet unterhält Burgers’ Zoo nämlich bereits seit über 25 Jahren ein großes Naturschutzgebiet mit tropischen Wäldern, Lagunen und Mangroven.Vielleicht finden Sie es überraschend, heute hier über Halsbandpekaris zu lesen.Schließlich bewohnen diese Huftiere in Burgers’ Zoo ein Gehege in der Desert, die ein Wüstengebiet in Nordamerika darstellt.Doch stimmt es, denn Pekaris fühlen sich in ökologischer Hinsicht überall zu Hause!

Auf Wanderschaft

In der ursprünglichen Fauna Südamerikas gab es keine Huftiere; Pekaris entwickelten sich im heutigen Nordamerika. Durch die Kontinentalverschiebung entstand vor etwa drei Millionen Jahren eine Landbrücke zwischen Nord- und Südamerika, und damit wurde auch Zentralamerika eine Tatsache. Anschließend erweiterten mehrere Tierarten ihren Lebensraum. Opossums und Gürteltiere zogen von Südamerika nach Norden und sind auch heute noch in den Südstaaten der USA zu finden. Vor allem katzenarte Tiere und Huftiere zogen jedoch aus dem Norden in den Süden. Und heute ist das Verbreitungsgebiet der Halsbandpekaris in Mittel- und Südamerika bedeutend größer als in Nordamerika!

Sehr anpassungsfähig

Die Halsbandpekaris können sich schnell an unterschiedliche Lebensräume anpassen. In der trockenen Wüste bevorzugen Pekarigruppen schattige Plätze, vorzugsweise in der Nähe eines ausgetrockneten Flusses, wo es ein weinig kühler ist. Während der heißen Jahreszeit sind sie in der Wüste fast ausschließlich nachts aktiv. In dieser Umgebung ernähren sie sich hauptsächlich vegetarisch und vor allem von Opuntien. Etwas südlicher, in den mittelamerikanischen Laubwäldern kann man sie am Ende des Tages in der Dämmerung hin und wieder sehen. Hier erweitert sich ihr Speiseplan um Pflanzenwurzeln und Knollen, sowie auch Pilze, Aas und Nüsse. Es scheint, dass Halsbandpekaris im tropischen Regenwald Südamerikas Allesfresser sind. Forschungen ergaben, dass sie in feuchten Wäldern auch gerne Früchte, Vogeleier und kleine Tiere fressen. Aber nicht nur was ihr Nahrungsspektrum angeht, sind es flexible Tiere. Durch ihr sehr soziales Verhalten und ihre Fähigkeit zur Zusammenarbeit, überleben sie auch in Gebieten mit vielen potenziellen Feinden. Es ist daher auch nicht weiter verwunderlich, dass die starken Halsbandpekaris durch ihr großes Verbreitungsgebiet und ihre gute Anpassungsfähigkeit glücklicherweise nicht zu den vom Aussterben bedrohten Tierarten gehören.

 

Kein gewöhnliches Schwein

Kein gewöhnliches Schwein

Pekaris sind Paarhufer, die äußerlich zwar Wildschweinen ähneln, aber andere Merkmale ausweisen wie beispielsweise einen anderen Bau ihrer Zähne und ihres Magens. Deshalb werden sie einer eigenen Familie zugeordnet. Pekaris sind keine Wiederkäuer, sondern ihr Magen besteht aus drei Kammern. Der Magen ist relativ klein. Trotz des geringen Volumens unterstützen nützliche Bakterien im Magen das Pekari bei der Verdauung der ballaststoffreichen Nahrung. Außerdem geht man davon aus, dass in der Nahrung vorhandene Oxalsäure dabei unschädlich gemacht wird. Oxalsäure kommt in vielen Nussarten und mehreren grünen Pflanzen vor und ein Überschuss an Oxalsäure könnte Nierenprobleme verursachen.

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