Ein Moment für eine bewusste Entscheidung...

Wir verwenden Cookies, um Ihren Besuch auf unserer Website so benutzerfreundlich und persönlich wie möglich zu gestalten. Mithilfe dieser Cookies können wir unter anderem die Website analysieren, den Benutzerkomfort verbessern und Ihnen die relevantesten Informationen anzeigen. Da der Schutz Ihrer Daten im Internet wichtig ist, bitten wir Sie, sich einen Moment Zeit zu nehmen, um eine bewusste Entscheidung zu treffen. Lesen Sie, wie wir mit Datenschutz und Cookies umgehen.

Welchem Affenvater ähnelt dein eigener Vater?
Terug

Welchem Affenvater ähnelt dein eigener Vater?

Freitag, 10 Juli 2020
Welchem Affenvater ähnelt dein eigener Vater?

Jedes Kind ist anders, und auch Väter sind nie gleich! Wahrscheinlich kennst du ganz unterschiedliche Väter. Manche wollen immer genau wissen, was ihre Kinder gerade tun, andere behalten den Nachwuchs lieber aus einer gewissen Distanz im Auge. Ist dein Vater zum Beispiel jemand, der immer Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt? Oder hast du einen Vater, der schnell an die Decke geht beziehungsweise begeistert aus dem Sessel springt und lauthals jubelt, wenn seine Fußballmannschaft ein Tor schießt?

Auch bei den Affen begegnet man ganz unterschiedlichen Vatertypen! Lest die folgenden Geschichten über sieben verschiedene Affenväter und beantwortet anschließend diese Frage: Welchem Affenvater ähnelt dein eigener Vater? Tipp: Deine Mutter darf natürlich auch ihre Meinung abgeben! Vielleicht hat ja dein Vater auch Ähnlichkeit mit zwei verschiedenen Affenvätern.

1) Der Silberrücken (Berggorilla)

Berggorillas leben in Gruppen, die aus einem Männchen, mehreren Weibchen und ihren Jungen bestehen. Das erwachsene Männchen hat auf dem Rücken und an den Oberschenkeln silbergraues Haar. Darum wird er Silberrücken genannt. Doppelt so groß und schwer wie ein erwachsenes Weibchen ist er eine auffällige Erscheinung. Der Silberrücken-Vater hat in seinem Leben vor allem eine entscheidende Aufgabe: seine Familie vor allen drohenden Gefahren zu beschützen. Obwohl er der unangefochtene Chef ist, hat er einen ruhigen, besonnenen Charakter: Man könnte ihn als einen „großen freundlichen Riesen“ bezeichnen. Solange seine Söhne seine Führungsrolle nicht in Zweifel ziehen und ihren Vater nicht ernsthaft herausfordern, sorgt er gut für sie, ebenso wie für seine Töchter. Loyalität und Vertrauen sind ihm sehr wichtig und das verlangt er auch von seinen Familienangehörigen. Er ist engagiert und zugänglich, besitzt aber auch eine gewisse natürliche Autorität. Wenn er eine Entscheidung gefällt hat, sind darüber keine Diskussionen mehr möglich.


2) Der Orang-Utan

Orang-Utans führen ein eher einzelgängerisches Leben. Männchen und Weibchen leben zwar im selben Areal eines Regenwalds, aber nicht wirklich zusammen. Ein junger Orang-Utan wächst bei seiner Mutter auf. Seinen Vater sieht er nur ab und zu, beispielsweise wenn die Mutter zufällig auf demselben Baum reife Feigen frisst wie der Vater. Der Vater ist dann zwar freundlich zu seinem Kind, aber wirkliche Fürsorge – zum Beispiel, dass er es huckepackträgt oder sein Fell pflegt – ist von ihm nicht zu erwarten. Menschenväter, die einem Orang-Utan-Vater ähneln, betrachten alles aus einer gewissen Distanz und sind eher unnahbar. Sie überlassen es ihren Kindern selbst, ihre Dinge zu regeln und ihre Probleme zu lösen, behalten sie dabei aber aus angemessener Entfernung im Auge. Sie schreiten nur selten ein, um ihren Kindern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, denn sie glauben daran, dass ihre Kinder eigene Erfahrungen machen und daraus lernen müssen. Ein Orang-Utan-Vater gehört auch nicht zu der Sorte Väter, die gerne ausgiebig mit ihren Kindern kuscheln oder spielen. Diese Rolle übernimmt bei den Organ-Utans die Mutter. Der Orang-Utan-Vater sorgt für die passenden Rahmenbedingungen, hält sich aber ansonsten aus dem Familienleben zurück. Er pflegt einen eher einzelgängerischen Lebensstil, behält dabei aber die Weibchen und die Jungen im Auge.

3) Der Siamang

Siamangs sind „häusliche“ Typen. Diese größte Gibbonart lebt in relativ stabilen Familiengruppen, die aus einem Männchen, einem Weibchen und ihren ein bis drei „zu Hause wohnenden“ Jungen bestehen. Wenn die Kinder mit etwa sechs Jahren erwachsen sind, setzen die Eltern sie „vor die Tür“. Bis es soweit ist, leben die Jungen allerdings unbeschwert in der Familie, werden von beiden Eltern beschützt und auch ein wenig verwöhnt. Hierbei besteht eine klare Rollenverteilung zwischen Mutter und Vater. Die Pflege der jüngsten Sprösslinge liegt dem Gibbon-Vater nicht so sehr. Im ersten Lebensjahr hat ein Junges fast ständig Körperkontakt zu seiner Mutter. Mehrmals am Tag trinkt es Muttermilch, und die heißt nicht umsonst so: Bei der Fütterung kann der Vater kaum mithelfen, denn andere Nahrung nimmt das Junge noch nicht zu sich. Die Rolle des Vaters besteht also darin, auf die älteren Kinder der Familie aufzupassen. Darin liegt seine Stärke: Er balgt und spielt mit den halbwüchsigen Jungen und tröstet die Jüngeren, wenn es nötig ist. Am Anfang des zweiten Lebensjahres, wenn ein junger Siamang beginnt, feste Nahrung zu fressen, und kaum noch gesäugt wird, wächst die Bedeutung des Vaters. Die Mutter überlässt ihm das Junge, um sich – in Vorbereitung auf die nächste Trächtigkeit – zu erholen. Nun trägt der Vater das Junge mit sich herum, und auch nachts schläft es nicht bei der Mutter, sondern kuschelt sich an Papas Bauch. Ist dein Vater auch jemand, der mit ganz kleinen Babys nicht so viel anfangen kann und sich nicht dazu berufen fühlt, Windeln zu wechseln oder Fläschchen zu geben? Wird er dafür aber ein großartiger Papa, wenn sein Kind anfängt zu laufen, mit einem Ball zu spielen und Fahrrad zu fahren? Dann hat dein Vater etwas von einem Siamang!

4) Das Goldene Löwenäffchen

Väter bei den Goldenen Löwenäffchen erledigen die Familienpflege mit links: Mit zwei Kleinen auf dem Rücken kümmern sie sich um das erneut trächtige Weibchen und weisen nebenbei auch noch den pubertierenden Nachwuchs in seine Schranken! Faktisch sind sie die Seele des Familienlebens – und obendrein Perfektionisten. Ein Vater dieser Affenart verteilt zwar Aufgaben innerhalb der Familie, blickt den anderen aber genau auf die Finger, um zu kontrollieren, ob sie die Arbeit auch wirklich nach seinen Vorstellungen erledigen. Wenn es nicht ganz so läuft, wie er es sich vorgestellt hat, nimmt er ihnen die Sache aus der Hand und „erledigt sie schnell selbst“. Obwohl diese Affenväter es gut meinen, können sie ihren Jungen gegenüber extrem anspruchsvoll sein. Man kann es ihnen kaum rechtmachen, die Affenjungen treten also in große Fußstapfen. Sie haben wenig Raum und Freiheit, etwas auszuprobieren: Sie müssen alles genauso machen, wie ihr Vater es selbst machen würde.

5) Springaffen

Springaffen leben in den Regenwäldern Südamerikas. Sie wiegen nur ungefähr anderthalb Kilo, wirken aber wegen ihres flauschigen Fells größer als sie sind. Sie leben in kleinen Familiengruppen aus Mutter, Vater und ihren Jungen zusammen. Wenn nach viermonatiger Trächtigkeit ein Junges geboren wird, tritt der Vater sofort in Aktion. Er ist derjenige, der den Säugling auf dem Rücken mit sich herumträgt und ihn behütet und beschützt. Zur Mutter wechselt das Junge nur zum Trinken und wenn sie einmal sein Fell pflegen möchte. Die meiste Zeit ist es also bei seinem Vater. Diese intensive Fürsorge spiegelt sich auch in der Bindung zu den Elterntieren wider: Die Jungen zieht es viel stärker zu den Vätern. In Verhaltensexperimenten wurde nachgewiesen, dass ein junger Springaffe kaum quiekt, wenn seine Mutter vorübergehend von der Gruppe getrennt wird. Wird jedoch der Vater aus der Gruppe genommen, schreit das Junge laut und vernehmlich! Ein Menschenvater mit Springaffen-Zügen kümmert sich intensiv um seine Kinder, hilft ihnen bei den Hausaufgaben und tröstet sie bei Schürfwunden an den Knien und anderen Wehwehchen. Bei Menschen wendet sich ein Kind mal stärker an den Vater oder an die Mutter, je nach Alter und Charakter. Springaffen-Junge jedoch sind allesamt echte Vaterkinder!

6) Südliche Schweinsaffen

Bei den Südlichen Schweinsaffen herrscht in der Gruppe eine klare Rangordnung. Die Männchen haben das Sagen und geben das mit ihrem gesamten Auftreten deutlich zu erkennen. Gewichtig stolzieren sie umher und machen sich dabei so groß wie möglich – vor allem, wenn es darum geht, anderen Männchen zu imponieren. Und wenn sie auf Touren kommen oder schlechte Laune haben, müssen sogar die Weibchen und Jungen auf der Hut sein. Sonst kann das Männchen auch auf sie eine strenge Schimpfkanonade loslassen. Ein Vater dieser Affenart arbeitet hart und nimmt seine Aufgaben ernst. Er behält gerne alles unter Kontrolle und duldet keine Widerrede. Er ist streng und eigentlich nicht wirklich Teil der Familie. Ein Schweinsaffen-Vater sorgt dafür, dass die Familie gut funktioniert und dass es ihr an nichts fehlt: Er schafft gute Rahmenbedingungen und achtet darauf, das alles läuft wie geschmiert, aber er geht sehr rational an seine Aufgaben heran. Er hält seine Gefühle meist zurück und kann dadurch kühl und distanziert wirken.

7) Schopfaffen

Schopfaffen-Väter mögen Diskussionen und Konsens. Zwar ist am Ende meist der Vater derjenige, der die Entscheidungen trifft, aber nicht, bevor er mit seinen Jungen und Weibchen darüber beraten hat. Diese Affen machen es sich in der Gruppe gemütlich, sie lausen sich ausgiebig und kuscheln sich bei der Siesta aneinander. Bei einem Vater dieser Affenart haben die Jungen ein Mitspracherecht, er legt Wert darauf, dass jeder seine Meinung oder Sichtweise kundtut. Bei den Schopfaffen oder Schopfmakaken sind die Väter also nicht autoritär, sondern lassen mit sich verhandeln. Es sind Väter, die zu sagen scheinen „Ich bin einer von euch“ und kaum gebieterisches Verhalten an den Tag legen. Dadurch, dass die Hierarchie in der Gruppe flach ist, traut sich jeder, seinen Senf dazuzugeben. Dadurch kann eine Schopfaffengruppe schon einmal chaotisch wirken und der Eindruck entstehen, die Jungen wollten ihren Vater auf der Nase herumtanzen. Aber in Wirklichkeit bleibt alles im Rahmen: Die Jungen dieser Affenart können sich wirklich nicht beschweren, wenn sie den Bogen nicht soweit überspannen, dass ihrem Vater doch einmal der Geduldsfaden reißt!

Foto credits: Inisheer, Cliff

Kommentare


Mehr News


Tropische Träume unter Kokospalmen

Tropische Träume unter Kokospalmen

Freitag, 31 Juli 2020

Der Traum vom Strandurlaub an tropischen Küsten ist für uns untrennbar mit dem Anblick von Palmen verbunden. Bei den meisten von uns ist es der Anblick der bekanntesten Vertreterin aus dieser 2600 Arten umfassenden Familie: Cocos nuctifera, der Kokospalme.

Lesen Sie mehr
Bemerkenswerter Vater

Bemerkenswerter Vater

Freitag, 17 Juli 2020

Seepferdchen sind ungewöhnliche Väter: Sie werden „schwanger“! Oder besser, sie tragen die befruchteten Eier in einer speziellen Bruttasche auf dem Bauch mit sich herum, bis die Jungen geboren werden! 

Lesen Sie mehr

Reservieren Sie Ihr Zeitfenster

Wir treffen in unserem Zoo verschiedene Maßnahmen, um den geforderten Abstand von anderthalb Metern garantieren zu können. Dazu zählt unter anderem die Begrenzung der Besucherzahlen. Damit wir die erlaubte Höchstzahl von Zoogästen kontrollieren können, müssen alle Besucher (auch Jahreskarteninhaber) im Voraus online ein Zeitfenster für den Einlass in den Zoo reservieren.