Terug

"Im vergangenen Sommer den Niederländischen Naturfotografie-Wettbewerb der Amateure gewonnen''

Sonntag, 31 Dezember 2017

Unter unseren regelmäßigen Besuchern entdecken wir immer öfter ausgezeichnete (Amateur-)Fotografen. Sie posten ihre Tierfotos regelmäßig in unseren sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram. Nicht selten sind darunter wahre Schätze! Wer sind diese Fotografen? Und was finden Sie an Burgers’ Zoo so inspirierend, dass sie in unseren Tierpark kommen und Fotos machen? In dieser zweiten Ausgabe stellen wir die Tierfotografin Janneke van der Pol vor.

Janneke van der Pol (40) aus Arnheim ist seit einigen Monaten Parkführerin in der Mangrove unseres Parks. Nach einem Psychologiestudium an der Katholischen Universität Nimwegen hat sie ein Referendariat absolviert und arbeitet derzeit am Pädagogischen Studienzentrum der Fachhochschule Arnheim und Nimwegen. Sie arbeitet gerne mit Menschen und ist vor allem in ihrem Element, wenn sie kreativ werden kann. Sie sagt von sich selbst, sie sei nicht besonders sportlich veranlagt, unternimmt aber gerne lange Spaziergänge in einem der vielen wunderschönen Parks in Arnheim. Dort kommt ihre Leidenschaft für Tiere und die Natur zu ihrem Recht. Sie hat auch Haustiere: Seit vorigem Jahr ist eine schwarze Katze ihr Lieblingstier. 

Janneke van der Pol portret

Während wir auf dem Weg zu Tierpfleger Sander van de Bush sind, um die Capybaras (Wasserschweine) zu füttern und einmal von Nahem zu fotografieren, beantwortet Janneke die Frage, welche Tierfotos aus unserem Park ihr besonders gut gefallen. Sie hat mit einem Makro-Objektiv eine Reihe von Schmetterlingen in der Mangrove aufgenommen. Auf diese Weise treten dann vor allem die Details dieser Insekten hervor, beispielsweise die Rollzunge, die vielen Facetten, aus denen die Augen bestehen, und die Farbkontraste bei verschiedenen Schmetterlingsarten. Auch Erdmännchen gehören zu Jannekes Lieblingstieren: Sie hat schon eine ganze Menge toller Fotos von ihnen gemacht. Janneke genießt sichtlich, dass sie den Wasserschweinen zusammen mit dem Tierpfleger so nahe kommt. Anschließend macht sie sich auf den Weg zu den Köhlerschildkröten in Burgers’ Bush. Diese charismatischen Reptilien zeigen deutliches Interesse an der blonden Fotografin und nehmen sie sehr genau in Augenschein, als Janneke sie gemeinsam mit dem Tierpfleger füttern darf.

Stokstaartjes Groot Instagramkalendercut

Neben der Mangrove – wo Janneke häufig als Führerin eingesetzt wird oder Informationsstände besetzt – besucht sie auch gerne Bush und Desert, wo immer wieder etwas anderes zu entdecken ist. Hier weiß man vorher nie genau, was man an dem Tag zu sehen bekommt. Die Ökodisplays machen in ihren Augen Burgers’ Zoo zu etwas Besonderem und zu einem wahren Paradies für Fotografen: Es gibt so viele Faktoren, die bei jedem Besuch variieren können. Deshalb kann man sich auch kaum sattsehen. 

Im Bush macht sich Janneke einen Sport daraus, möglichst viele Dactyloidae (kleine Echsen) zu finden. Der Ocean gehört sicher auch in die Reihe der außergewöhnlichen Ökodisplays, und Janneke findet, dass es eine besondere Erfahrung ist, heute mit uns einen Blick hinter die Kulissen des Aquariums werfen zu dürfen. 

Jannekes Kamera ist eine Olympus OM-D E-M5 Mark II mit einem Objektiv Olympus Pro 40-150 mm f/2.8. Da dies eine Systemkamera und keine Spiegelreflexkamera ist, kann man die Objektivangaben quasi verdoppeln: Die Brennweite ist beispielsweise mit einem 80- bis 300-mm-Objektiv einer Spiegelreflexkamera mit Vollformatsensor zu vergleichen. Ihre Fotos bearbeitet sie mit Adobe Lightroom, aber sie ist auch von der App Snapseed begeistert (siehe erster goldener Tipp). 

Obwohl sich Janneke eigentlich erst seit rund zwei Jahren ernsthaft mit dem Fotografieren beschäftigt, hat sei eindeutig Talent: Im vergangenen Sommer hat sie nämlich den Niederländischen Naturfotografie-Wettbewerb der Amateure im Nationalpark De Hoge Veluwe gewonnen. Trotz dieses großen Erfolgs bleibt Janneke bescheiden und betont, dass sie als Anfängerin vor allem Erfahrung benötigt. Sie erkennt, dass sie sich im Vergleich zu ihren ersten Fotos noch entwickelt.

Deshalb hat sie sich vorgenommen, jeden Tag des Jahres ein neues Foto auf ihren Instagram-Account zu stellen. Darunter sind auch viele Fotos, die sie in unserem Park gemacht hat. Auf diese Weise beschäftigt sie sich kontinuierlich mit dem Fotografieren.

Wir geben Janneke den Rat, auch weiterhin tolle Tierfotos in unserem Park zu machen, und nehmen sie abschließend zur Fütterung der Geparden-Sechslinge und ihrer Mutter hinter den Kulissen mit. Janneke findet, dass es eine ganz besondere Erfahrung ist, diese Tiere von Nahem zu erleben. Wir erkennen bei ihr so viel Inspiration und Leidenschaft, mit der sie ihr Hobby hoffentlich weiter verfolgen wird. Wir bedanken uns bei Janneke für ihre Zeit und ihre Begeisterung und hoffen, dass sie noch lange ihre schönen Tierfotos in unseren sozialen Netzwerken teilen wird! 

Sieben goldene Tipps von Janneke

1. Die App Snapseed kann man gratis herunterladen. Sie bietet auch Anfängern viele Möglichkeiten bei der Fotobearbeitung. Janneke sagt, dass sie die App häufig genutzt hat, als sie Lightroom noch nicht nutzte, vor allem wenn sie Fotos auf dem Smartphone bearbeiten wollte.
2. Will man im Bush oder in der Mangrove fotografieren, kann man die Zeit, die die Kamera braucht, um sich an die Wärme und die hohe Luftfeuchtigkeit zu gewöhnen, verkürzen. Einfach die Kamera schon zu Hause in die Nähe der Heizung legen und sie dann in einem Gefrierbeutel mitnehmen, sodass sie warm bleibt. Auch das Gebläse am Eingang hilft, diesen Prozess zu beschleunigen.
3. Probieren Sie, bei den Tieren immer die Augen scharf zu bekommen. Ebenso wie bei Porträts von Menschen wirkt das Foto dann am natürlichsten.
4. Wählen Sie regelmäßig den Modus Reihenaufnahme oder Sport, vor allem, wenn ein Tier sich viel bewegt.
5. Janneke arbeitet immer mit einem großen Diaphragma (= einer niedrigen Blendenzahl). Dann erhält sie auf den Fotos wenig Schärfe/Tiefe und damit einen schönen weichen Hintergrund.
6. Fotografieren Sie möglichst nah an der Gaze und vorzugsweise mit der Einstellung „Manueller Fokus“.
7. Die Mangrove ist vor allem frühmorgens oder am Ende des Tages am schönsten zu fotografieren. Zwar hat man dann weniger Tageslicht, aber viele Tiere – zum Beispiel die Schmetterlinge – bewegen sich nicht so viel, sodass man sie besser fotografieren kann.

Neugierig auf Jannekes Fotos? Dann schauen Sie in ihren Instagram-Account: https://www.instagram.com/arnhemsmeiske/

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