Englisches Rochenweibchen hat kein Interesse
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Englisches Rochenweibchen hat kein Interesse

Dienstag, 21 November 2017
Englisches Rochenweibchen hat kein Interesse

 Am Donnerstagnachmittag, 16. November 2017, erkundet ein Indo-Australischer Tüpfelrochen nach gut zweijähriger Abwesenheit seine alte Heimat im Rochentunnel des Arnheimer Korallenriff-Aquariums Burgers’ Ocean. Das Tier kehrt um eine Erfahrung reicher und um eine Illusion ärmer in sein vertrautes Territorium zurück.

Kurator Max Janse hatte Ende 2015 mit einem Augenzwinkern im Namen des männlichen Stechrochens eine Kontaktanzeige an 400 öffentliche Aquarien geschickt. Der Aufruf war erfolgreich: Im Legoland Windsor (England) gab es ein alleinstehendes Weibchen derselben Art. Anfang November 2015 zog das Arnheimer Männchen nach Windsor um. Leider sprang jedoch in der zweijährigen Probezeit der Funke nicht über. Unverrichteter Dinge kehrte das Männchen am vergangenen Donnerstag in die Heimat zurück. 

Lustige Kontaktanzeige mit ernstem Unterton 

Die Kontaktanzeige, die Max Janse aufgegeben hatte, war zwar scherzhaft formuliert, hatte aber durchaus einen ernsten Unterton. Bei der vorherigen Suche hatte es sich als schwierig erwiesen, für die tropische Rochenart mit dem wissenschaftlichen Namen Himantura uarnak, die in nur wenigen Aquarien gehalten wird, ein passendes Weibchen zu finden. Darüber hinaus gibt es drei Arten der Gattung Himantura, die einander stark ähneln. Potenzielle Kandidaten müssen deshalb sehr präzise untersucht werden, um festzustellen, ob sie der richtigen Art angehören. Im Hinblick auf eine genetisch gesunde Tierpopulation sollten schließlich nur Tiere derselben Art miteinander Junge bekommen.  

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Erfolgreiche Zucht von Haien und Rochen 

Burgers’ Zoo ist für die erfolgreiche Zucht verschiedener Hai- und Rochenarten international bekannt. Der Arnheimer Tierpark ist sogar der weltweit größte Züchter von Gefleckten Adlerrochen. Auch in den europäischen Populationen der Grauen Stechrochen und Blaupunktrochen befinden sich viele Tiere, in deren Adern Arnheimer Blut fließt. Hoffentlich gelingt es, in naher Zukunft ein Weibchen des Indo-Australischen Tüpfelrochens zu finden, bei dem die Chemie mit dem Arnheimer Männchen stimmt.  

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