Jeder Tierart ein eigener Speiseplan
Terug

Jeder Tierart ein eigener Speiseplan

Mittwoch, 05 Juli 2017
Jeder Tierart ein eigener Speiseplan

Genau wie bei der menschlichen Ernährung kann man die Fütterung bei Tieren auf viele unterschiedliche Arten betrachten. Natürlich ist es für jedes Tier wichtig ausreichend Kalorien aufzunehmen. Nur dann hat ein Tier genug Energie für Wachstum, Bewegung, Stoffwechselprozesse, Fortpflanzung etc. Fressen Tiere allerdings über einen längeren Zeitraum Futter mit zu vielen Kalorien, dann werden sie zu dick. Diese Fettreserven, die in guten Zeiten aufgebaut werden, sind ein prima Mechanismus, um gut durch Perioden mit geringerem Angebot zu kommen. Im Leben der Menschen der westlichen Welt oder von Zootieren kommen die mageren Zeiten, in denen man von den Fettreserven zehrt, jedoch nicht vor. Es ist also bei der Fütterung in Zoos wichtig, darauf zu achten, dass die Tiere nicht zu dick werden. Übergewicht kann nämlich zu allerlei Gesundheitsproblemen führen. Nashörner und Zebras zum Beispiel  bekommen bei uns eine relativ karge Kost, die hauptsächlich aus Heu besteht. Dies sind Tierarten, die eigentlich auch gar nichts anderes brauchen. Langweilig? Nach menschlichen Vorstellungen wohl, aber auch in der Natur, in der Serengeti, frisst ein Zebra jeden Tag wieder einfach nur Gras!

Speiseplan

Neben dem Energiegehalt im Futter spielt auch die Zusammenstellung des Menüs eine wichtige Rolle. In den vergangenen Jahrzehnten hat man sehr viel über den Bedarf an Nährstoffen bei den verschiedenen Tierarten gelernt. Es ist oft nicht möglich in Tiergärten das selbe Futter zur Verfügung zu stellen wie in der Natur. So können wir für die Schimpansen keine Früchte von echten Regenwaldbäumen aus Westafrika importieren und bei den Tigern stehen auch keine Tapire oder Hirsche auf dem Speiseplan. Aber wir wissen stets besser, welche Nährstoffe, Mineralien und Vitamine eine Tierart braucht und sorgen für passendes Ersatzfutter. Über die Fütterung der Fleischfresser lesen Sie mehr auf Seite 52.

Nährstoffe 

Für die meisten Tiergartentiere werden von spezialisierten Firmen Futterpellets produziert, die genau auf die Bedürfnisse der einzelnen Tiergruppen abgestimmt sind. Zum Beispiel gibt es spezielle Pellets für Giraffen, Kängurus, Bären usw. Diese Pellets enthalten alle benötigten Nährstoffe im richtigen Verhältnis. Die meisten Tiere fressen diese Pellets auch sehr gerne. In Burgers’ bekommen viele Tierarten diese Pellets zusätzlich zum anderen Futter. So können wir sicher sein, dass sie einen Grundstock von allen notwendigen Nährstoffen zu sich nehmen. Nachteil der Pellets ist, dass sie schnell aufgefressen sind und die darin enthaltene Energie sehr konzentriert vorhanden ist. Es droht also Übergewicht und eine ausschließliche Fütterung mit Pellets könnte zu Problemen im Verdauungstrakt führen. Außerdem können nur mit dem Fressen von Pellets nicht alle Verhaltensbedürfnisse der Tiere befriedigt werden. Daher steht immer auch noch etwas anderes auf dem Speiseplan.

Kein Feinschmecker

Längst nicht alle Tiere sind echte Feinschmecker. Die meisten Vogelarten beispielsweise haben kaum Geschmacksrezeptoren. Auch Fische nehmen zwar Geruchs- und Geschmacksstoffe über den ganzen Körper wahr, haben aber nicht viele Geschmackspapillen im Maul. 

Kommentare


Mehr News


Von Nasenmännchen und Erdbären

Von Nasenmännchen und Erdbären

Donnerstag, 21 Juni 2018

Man könnte sie fast verwechseln. In der Säugetierabteilung von Burgers’ Zoo leben in der Nähe des Spielplatzes zwei kleine Raubtierarten. Beide haben ein braunes Fell und hier und da dunkle Querstreifen. Beide sind tagaktiv, intelligent und zeigen ein ausgeprägtes Sozialverhalten. Beide Arten sind zudem wegen ihrer emsigen Geschäftigkeit bei den Besuchern sehr beliebt. Und beide Arten erfreuen uns diesen Sommer mit Nachwuchs! Dieser Artikel vermittelt einen Überblick über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Sozialverhalten der beiden kleinen Raubtiere: den Nasenbären und den Erdmännchen!

 

Lesen Sie mehr
Marianne Bruurmijn: “ der Ocean ist Wirklich sehr schön gestaltet

Marianne Bruurmijn: “ der Ocean ist Wirklich sehr schön gestaltet"

Freitag, 15 Juni 2018

Marianne Bruurmijn (62) aus Ede hat im September 2013 im Burgers‘ Zoo zunächst mit einer Ausbildung zur Aktivitäten-Betreuerin begonnen und anschließend einen Kurs als Zooführerin absolviert. Sie liebt es, Neues zu lernen, und besucht als „Expertin in der Klasse“ regelmäßig Grundschulen, um vom Burgers’ Zoo zu erzählen. 

Lesen Sie mehr
Binturongs in Burgers’ Rimba

Binturongs in Burgers’ Rimba

Donnerstag, 07 Juni 2018

Bevor Burgers’ Rimba Eröffnung feierte, waren wir auf der Suche nach Tieren, die wir zusammen mit den Malaienbären halten konnten. Schnell kamen wir auf den Binturong .

Lesen Sie mehr

Wir verwenden Cookies für eine optimale Erfahrung auf dieser Seite.

in Ordnung Privacy statement