Korallen züchten
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Korallen züchten

Dienstag, 27 Februar 2018
Korallen züchten

Ein Stück Koralle ist meistens eine Kolonie von sehr vielen kleinen Korallentierchen, „Polypen” genannt. Unzählige Polypen bilden zusammen die Koralle. Diese oft winzig kleinen Korallentierchen können sich auf verschiedenen Wegen fortpflanzen. Zum Ersten können sie sich teilen, so vergrößert sich die Kolonie immer weiter. Da es bei dieser Teilung um ungeschlechtliche Fortpflanzung geht, sind die Polypen in einer Kolonie dann alle Kopien von einander.

In der Natur kommt es manchmal vor, dass eine Koralle abbricht, zum Beispiel bei starker Strömung. Meistens überlebt ein abgebrochenes Stück nicht, aber wenn es auf ideale Bedingungen trifft, kann das Stück wieder zu einer größeren Kolonie heranwachsen. Dieses Prinzip nutzen auch die Tierpfleger wenn sie Korallen „stecken”. Dazu wird vorsichtig ein Stückchen Koralle abgebrochen und mit Zweikomponenten-Epoxidharzkleber auf einem geeigneten Untergrund befestigt. Dies passiert hinter den Kulissen des Ocean, in der Korallenzucht. Die Korallenstückchen, die wieder zu größeren Kolonien heranwachsen haben hier optimale Lebensbedingungen in Bezug auf Wasserqualität, Beleuchtung und Wasserbewegung. Man erhält durch diese „Stecklinge“ mehr Kolonien. Dadurch können sich Tiergärten und Aquarien ganz einfach gegenseitig Korallen schenken, ohne ihre eigenen Exemplare zu verlieren!

Und schließlich können sich Korallenpolypen auch geschlechtlich fortpflanzen. Bei manchen Korallenarten gibt es männliche und weibliche Kolonien, bei anderen Arten produziert jeder Polyp sowohl Samen- als auch Eizellen. Eine bestimmte Konstellation von Wassertemperatur, Strömung und Stand des Mondes bildet das Signal für Korallen, ihre Geschlechtszellen in das Wasser abzugeben. Alle Korallen von einer Art in einem bestimmten Gebiet machen das dann in derselben Nacht. Einige der Milliarden Ei- und Samenzellen treffen sich und verschmelzen. Daraus entstehen kleine Larven, die durch das Wasser schwimmen. Irgendwann schwimmt die kleine Larve zum Boden und wächst dort zu einem Polyp heran: die Basis für eine neue Korallenkolonie ist gelegt! Im Korallenbecken pflanzen sich diverse Korallenarten auch geschlechtlich fort, was in Aquarien nicht so ganz einfach klappt. Neben dem natürlichen Mondzyklus, den die Korallen durch das durchsichtige Dach wahrnehmen können, verstärkt ein künstlicher Mond über dem Becken den Mondrhythmus und synchronisiert so die Fortpflanzung der Korallen.

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