Ocean-Team fängt 21 Kilo schweren Adlerrochen
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Ocean-Team fängt 21 Kilo schweren Adlerrochen

Donnerstag, 17 Mai 2018
Ocean-Team fängt 21 Kilo schweren Adlerrochen

Ein Team aus zehn Tierpflegern und einem Biologen hat am Donnerstagmorgen, 17. Mai 2018, mit vereinten Kräften einen ausgewachsenen, 21 Kilo schweren Gefleckten Adlerrochen im Aquarium Burgers’ Ocean gefangen. Taucher platzierten zunächst in einem 1,6 Millionen Liter Wasser fassenden Becken eine Art Reuse. Als der Rochen hineingeschwommen war, konnte er aus dem Wasser gehoben werden. Das Tier wurde daraufhin für 45 Minuten in ein Quarantänebad gesetzt, dem man ein Mittel gegen Parasiten beigemengt hatte. Nach diesem Kurbad kehrte der Adlerrochen gut gereinigt in sein Becken zurück. Man nutzte die Gelegenheit, um das Tier zu wiegen und zu messen: Bei einem Gewicht von 21 Kilo hat der Rochen eine Spannweite von 1,30 Metern. Der Königliche Burgers’ Zoo ist der weltweit größte Züchter von Gefleckten Adlerrochen.

Jahrelange Erfahrung und Forschung

Der Arnheimer Tierpark hält seit dem Jahr 2000 Gefleckte Adlerrochen in Burgers’ Ocean, einem tropischen Korallenriff-Aquarium, das insgesamt acht Millionen Liter Wasser enthält. Das Tier, das am Donnerstagmorgen gefangen wurde, lebt bereits seit 18 Jahren in Arnheim und ist das wichtigste Zuchtmännchen der hiesigen Adlerrochen-Gruppe. Seit dem Einzug dieser bemerkenswerten Knorpelfische in Burgers’ Ocean sammelt der Arnheimer Zoo täglich Daten für die wissenschaftliche Forschung. So wird beispielsweise exakt festgehalten, was und wie viel jeder einzelne Adlerrochen täglich frisst. Durch die Analyse dieser Daten lassen sich Zyklen erkennen und Prognosen erstellen.

Entwicklung DNA-Technik

Der Biologe des Oceans und sein Tierpfleger-Team haben zudem eine einfache Technik entwickelt, um DNA-Material einzelner Adlerrochen zu sammeln. Sie schneiden ein kleines Stück des Giftstachels ab, an dem eine sehr dünne Hautschicht mit DNA-Material befestigt ist. Für die Tiere ist dies vollkommen schmerzlos, vergleichbar mit dem Schneiden eines Fingernagels. Der Giftstachel wächst im Laufe der Zeit wieder nach. Das DNA-Material ist wichtig für die Vaterschaftsbestimmung und Artbestimmung. 

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