Tierpflegerin reanimiert Tapir nach der Geburt
Terug

Tierpflegerin reanimiert Tapir nach der Geburt

Freitag, 19 April 2013

Im Burgers’ Zoo in Arnheim wurde ein südamerikanischer Tapir geboren, der direkt nach der Geburt von einer Tierpflegerin über Mund-zu-Maul-Beatmung und Herzmassage reanimiert wurde. Der Einsatz der Spezialistin hat sich bewährt, denn sonst hätte das Jungtier nicht überlebt.

Jacky Munsterman-Hommes hielt sich zu ihrer Frühschicht kurz nach Sonnenaufgang nur zur Vorsorge bei den Tapiren auf, da die Biologen und Tierpfleger wussten, dass eines der Weibchen trächtig war. Im Augenblick ihres spontanen Besuchs bekam das Tier jedoch seine Wehen – und eine Viertelstunde später war der Nachwuchs geboren. Doch das Junge drohte durch geschlucktes Fruchtwasser zu ersticken, und so leistete die Tierpflegerin kurzerhand erste Hilfe bei dem Säugetier. Inzwischen hat es bei der Mutter getrunken und erfreut sich bester Gesundheit.

 

Tapirvater Jupp ist aus dem Zoologischen GartenSchwerin

In dem grenznahen Zoo, der dieses Jahr ausgiebig sein 100-jähriges Bestehen feiert, leben drei südamerikanische Flachlandtapire: Vater Jupp wurde 2003 im Zoologischen Garten Schwerin geboren, Mutter Tammy kam im selben Jahr in einem britischen Tierpark zur Welt, und Liesje ist mit ihren 28 Jahren die Älteste. Für die beiden Tapire ist es der erste Nachwuchs, der auch für Burgers‘ Zoo ein Ereignis ist, denn seit zwölf Jahren wurde dort kein Tier dieser Art geboren.

 

Tapire sind eng verwandt mit Nashörnern und kennzeichnen sich durch vier Zehen an der Vorderbeinen und drei an den Hinterbeinen. Farblich heben sich die Flachlandtapire mit ihrem dunkelbraunen Fell von ihren schwarz-weißen Malaysischen Artgenossen ab. Ihre Junge sind in der ersten Zeit, ähnlich wie Frischlinge, mit einem gestreiften Haarkleid bestückt. Auffallend macht Tapire allerdings der Rüssel, der durch seine zahlreichen Muskeln äußerst flexibel ist – und Besuchern nebenbei als kurioses Wiedererkennungsmerkmal dient.  

Jong Tapir Klein

 

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