Über Burgers' Zoo

Über Burgers' Zoo

Geschichte

Am 31. März 1913 öffnet die Fasanerie Buitenlust, der Vorläufer des heutigen modernen Tierparks Burgers' Zoo, seine Türen für das Publikum. Seit der Gründung durch Johan Burgers, des ersten Eigentümers und Namensgebers des Arnheimer Tierparks, ist der Park ein Familienbetrieb.

 

Bereits in den Anfangsjahren erregte der Tierpark wegen seiner gewagten Neuerungen, den naturnah gestalteten Gehegen und dem Erlebniswert für die Besucher Aufsehen. Burgers' Zoo kann auf eine ereignisreiche und bunte Geschichte zurückblicken, die den Tierpark zu dem gemacht hat, was er heute in der waldreichen Umgebung im Norden von Arnheim ist.

Tierarten erhalten

Zoos halten ihre Tiere auch, um sie zu züchten. Das ist vor allem dann wichtig, wenn es sich um bedrohte Tierarten handelt, und das werden leider immer mehr!

Seit vielen Jahren schon arbeiten Zoos eng zusammen, um diese Arten zu erhalten, und es gibt sogar schon Arten, die nur dank der Zoos noch erhalten geblieben sind.

Spezielle Zuchtprogramme, in denen alle Tiere einer Art, die es in Zoos noch gibt, untergebracht werden, müssen dafür sorgen, dass einer Inzucht so weit wie möglich vorgebeugt wird und dass die Population so schnell wie möglich wächst. Etwa 350 Zoos in Europa sind darin einbezogen und verwalten ihre Tiere gemeinschaftlich.

Für ernsthaft bedrohte Arten gibt es sog. EEPs; das sind europäische  Zuchtprogramme. Ein Koordinator stellt Regeln für die Haltung der Tiere auf und bestimmt gemeinsam mit einer Reihe von Sachverständigen, was mit den Tieren geschieht, die geboren werden, und welche Tiere sich paaren dürfen, wobei vor allem auf die Vermeidung von Inzucht geachtet wird. Burgers' hat 35 EEP-Arten in seiner Sammlung. Sie erkennen Sie im Zooführer an dem internationalen EEP-Symbol. Burgers' Zoo koordiniert das EEP (European Endangered Species Program = Europäisches Erhaltungszuchtprogramm) für Blauducker und Königsgeier.

 

 

Daneben gibt es auch weniger bedrohte Arten, die jedoch ebenfalls besondere Beachtung verdienen. Für sie gibt es internationale Zuchtbücher, sog. ESBs, mit einem Zuchtbuchhalter, der alle vorhandenen Tiere und ihre Schicksale genau verfolgt, aber weniger nachdrücklich Zuchtempfehlungen gibt oder den Tier-Austausch organisiert.

Bei anhaltend rückläufiger Bestandsentwicklung kann das Zuchtbuch in ein EEP übergehen und werden unverzüglich strengere Maßnahmen ergriffen. Burgers' wirkt an etwa 30 ESBs mit und ist selbst Zuchtbuchhalter von Erdferkeln und Schwarzkopfpittas.

 

Giraffe

Forschung & Wissenschaft

Die große Vielfalt an Tieren und Pflanzen bietet eine exquisite Möglichkeit zur Durchführung von allerlei Untersuchungen. Dabei ist die Verhaltensforschung von jeher sehr wichtig.

In Burgers' ist vor allem die Schimpansen-Forschung ab dem Jahr 1971 weltberühmt geworden. Unter der Leitung von Prof. Jan van Hooff haben zahlreiche Studenten und Doktoranden das Sozialverhalten analysiert, und es sind viele wissenschaftliche Publikationen und eine Reihe von Dissertationen darüber geschrieben worden.

Am bekanntesten wurde Frans de Waal, der auch viele populärwissenschaftliche Publikationen produziert hat. Ferner wurden viele Dokumentationen über die Schimpansen verfasst, und Bert Haanstra hat dort sogar Kinofilme aufgenommen, die in der gesamten Welt gezeigt worden sind.

Aber auch bei den Wölfen und Zebras wurden Forscher promoviert. Sogar ausländische Studenten betreiben in Burgers' ethologische Forschung (Verhaltensforschung).

 

Daneben wird auch veterinäre und fütterungstechnische Forschung durchgeführt. Im Ocean wird bereits seit vielen Jahren intensiv an der Züchtung von Korallen, dem Verhalten von Haien und Rochen und der Ernährung von Meerestieren gearbeitet. Die chemische Forschung ist in Bezug auf die Qualität des Meereswassers ebenfalls von großer Bedeutung.

Aber nicht nur Tiere sind der Gegenstand von Untersuchungen; es werden auch Forschungen an der reichen Pflanzensammlung verrichtet, und es werden ab und zu ökologische Untersuchungen in dem Bush und der Mangrovenhalle betrieben.

Und so werden auch auf dem Gebiet von Umwelt und Sicherheit jährlich Untersuchungen vorgenommen, um den Zoo immer weiter zu verbessern.

Die Lucie Burgers Stichting verwaltet einen Fonds, der Verhaltensforschung finanziert, wobei die Erhaltung eine wichtige Rolle spielt.

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