Bucephalus, das Streitross Alexanders des Großen
Einer Legende nach schenkte die Königin von Ägypten Alexander dem Großen bei seiner Geburt ein prächtiges Pferd, das er wegen seiner immensen Kraft Bucephalus oder Bukephalos – der Ochsenköpfige – nannte. Es heißt, es habe sich um ein mythisches Tier gehandelt, ein Einhorn mit einem stolzen Horn aus Elfenbein auf der Stirn und dem tiefgrünen Schwanz eines Pfauenvogels. Alexander erlebte fantastische Abenteuer mit Bucephalus, der sich vor nichts und niemandem fürchtete und nur Alexander als Reiter duldete. Als sein treues Streitross nach einem langen Leben starb, war Alexander tief betrübt und ließ zu seinen Ehren sogar eine Stadt erbauen. Bucephalus hat wirklich existiert und gehörte auch tatsächlich Alexander dem Großen, aber er war natürlich ein normales Pferd. Doch wegen der außergewöhnlichen Leistungen Alexanders, dem es gelang, ein riesiges Reich zu erobern, waren die Menschen noch Jahrhunderte später tief von ihm beeindruckt. Die Geschichten, die man über ihn erzählte, wurden oft von Mund zu Mund überliefert und gerieten im Laufe der Zeit immer bunter, abenteuerlicher und fantastischer. Das erklärt vermutlich, dass ein so außergewöhnlich fähiger Feldherr in den Augen des Volkes über ein sagenhaftes Reittier verfügt haben muss.