Burgers' Desert
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Burgers' Desert

Extremer Lebensraum

Begeben Sie sich auf eine Abenteuerreise in der Felsenwüste und bewundern Sie die faszinierenden Tiere und Pflanzen aus diesem außergewöhnlichen Ökosystem! Nur wenige Tierparks präsentieren ihren Besuchern diesen extremen Lebensraum, in Europa ist unsere Felsenwüste sogar die größte ihrer Art. Burgers’ Desert (1994) ist eine naturgetreue Nachbildung der Sonora-Wüste in Arizona und im Norden Mexikos sowie der angrenzenden Mojave-Wüste in Kalifornien. Gewundene Pfade führen die Besucher durch eine steinige Landschaft, durchzogen von Canyons, trockenen Flussbetten und unterschiedlichen Höhlen. Schon bald werden Sie bemerken, dass diese Wüste voller Leben steckt!

Unterirdischen Tunnel

Das Abenteuer beginnt, wenn Sie von Burgers’ Bush in einen unterirdischen Tunnel eintreten, der zu einer Fledermaus- und einer Tropfsteinhöhle führt. In einer Felswand sind riesige Ammoniten (Fossilien) zu entdecken, an einer anderen Stelle sickert Wasser durch die Felswand in einen unterirdischen See, in dem Blinde Höhlensalmler schwimmen. In Burgers’ Desert finden gute Beobachter auch die subtilen Zeichen der ersten menschlichen Kulturen, wie Felszeichnungen in Form von Handabdrücken. Das typisch mexikanische Pueblo in der Felsenwüste besteht aus blockförmigen Adobe-Häusern (gefertigt aus sonnengetrockneten Lehmziegeln), Ramadas (Sonnensegeln), einer Dachterrasse und einem Steinofen.

Klima


Anders als beispielsweise in der Sahara gibt es in der nordamerikanischen Felsenwüste unterschiedliche Jahreszeiten. Im Winter kann es dort kalt werden. Unsere Besucher sind oft überrascht, wie kühl es in dieser Jahreszeit in Burgers‘ Desert ist. Im Sommer steigen dafür die Temperaturen bei uns beträchtlich an, und auch das entspricht dem Klima in der echten nordamerikanischen Wüste. Die beiden Regenzeiten sind kurz, aber heftig: Regengüsse überschwemmen die Wüste, sodass überall einjährige Pflanzen hervorsprießen und die Wüste in sattes Grün tauchen. Die Regenzeit ist eine kurze Phase des Überflusses. Viele Vogelarten bekommen genau in dieser Zeit ihre Jungen – wenn das Nahrungsangebot reichlich ist. 

Tiere


Aufgrund der Trockenheit und der enormen Hitze, die tagsüber herrscht, ist die Felsenwüste ein ziemlich feindlicher Lebensraum. Dennoch ist es überraschend vielen Tierarten gelungen, sich an den Rhythmus und die Launen des Wüstenlebens anzupassen. Eine Oase, manchmal von einem dünnen Rinnsal gespeist, kann buchstäblich eine Lebensader darstellen. In der größten Hitze des Tages halten sich viele Tiere verborgen oder schonen anderweitig ihre Energiereserven. Erst in der Dämmerung und bei Nacht gehen sie auf die Suche nach Nahrung bzw. auf die Jagd nach Beute. Viele Tiere sind darauf eingestellt, möglichst wenig Wasser zu verschwenden und haben beispielsweise einen sehr konzentrierten Urin. 

Tiere in Burgers’ Desert

Pflanzen


In allen Wüsten der Welt verfügen Pflanzen über verschiedene Formen der Anpassung, um in Hitze und Trockenheit zu überleben. Einige Arten entwickeln einen fleischigen Stamm, der als Wasserspeicher dient. Außerdem haben Wüstenpflanzen häufig sehr kleine Blätter, weil über große Blätter viel Wasser verdunstet. Bei diesen Arten findet die Photosynthese auch – manchmal sogar ausschließlich – in ihren grünen Stämmen statt, während diese Funktion bei den meisten Pflanzen anderer Klimazonen von den Blättern übernommen wird.

Pflanzen in Burgers’ Desert