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Auf der Suche nach einem Hai
Terug

Auf der Suche nach einem Hai

Freitag, 07 Juni 2019
Auf der Suche nach einem Hai

Es ist schon eine Weile her, dass eine neue Hai-Art im Ökodisplay Ocean eingezogen ist. Seit Kurzen schwimmt jedoch ein Paar Japanische Teppichhaie in der Lagune – eine Art, die im Becken aufgrund ihrer guten Tarnung nicht so leicht zu entdecken ist.

Auf der Suche nach Informationen

Vor einem Jahr suchte ich in anderen Aquarien nach Informationen über die Haltung von Teppichhaien. Auf diese Weise wollte ich herausfinden, ob diese Art von Haien sich dafür eignet, sie zukünftig im Burgers’ Zoo zu halten. Im ZIMS, einem internationalen Registrierungssystem für Zootiere, war aufgeführt, wo es in europäischen Aquarien Teppichhaie gibt. Nach einigem E-Mail-Verkehr erhielten wir nicht nur Informationen über die Haltung dieser speziellen Hai-Art, sondern auch die Möglichkeit, ein Paar Japanische Teppichhaie aus Leipzig zu bekommen. Eine besondere Gelegenheit: Da das Aquarium im Leipziger Zoo derzeit saniert wird, mussten alle Tiere umziehen. So holten wir dort eine Reihe von Tieren ab: neben den Japanischen Teppichhaien auch einen erwachsenen blau-gelben Dunklen Riesenzackenbarsch, der nun zusammen mit dem Gefleckten Riesenzackenbarsch im Haibecken schwimmt 

Japanischer Teppichhai

Es gibt zwölf Arten von Teppichhaien. Der Japanische Teppichhai ist eine der kleineren Arten und kann bis zu einen Meter lang werden. Der Name „Japanischer Teppichhai“ bedeutet übrigens nicht, dass es die Art nur in Japan gibt; sie kommt von Japan bis zu den Philippinen vor. Im Englischen heißt der Teppichhai übrigens „Wobbegong“ – ein bizarrer Name, der aus der Sprache der australischen Aborigines kommt und frei übersetzt „roher Bart“ bedeutet. Er bezieht sich auf die Bartfäden (Barteln) an der Unterseite des Kopfes. Diese Bartfäden verstärken die Tarnwirkung der Tiere. Dank dieser Tarnung können Teppichhaie unbemerkt einen über ihnen schwimmenden Fisch aus dem Wasser erbeuten.

Absperrung

Die Teppichhaie wurden zunächst für zwei Monate unter Quarantäne gestellt, um zu sehen, ob sie krank waren oder würden und um ihnen beizubringen, wie man von den Futterzangen frisst. Danach wurden sie für eine Weile hinter einer Absperrung am Strand der Lagune untergebracht. So soll den Tieren beigebracht werden, den Strand als ihren Futterplatz zu akzeptieren. Das Gleiche geschah mit den Geigenrochen. Das Geigenrochen-Männchen wird seit Jahren vom Strand aus gefüttert, das Weibchen ist jedoch begriffsstutzig und weiß nicht immer, wie es den Weg zum Strand finden soll. Deshalb wird es manchmal von Tauchern gefüttert. Die Geigenrochen sind ebenfalls hinter der Absperrung zu finden, da sie sonst den Strand nicht mehr erreichen können. Es wird noch eine Weile dauern, bis die schüchternen Haie gelernt haben, am Strand aus der Hand zu fressen. Bei Erfolg wird die Absperrung entfernt und Sie können versuchen, die Tiere im Becken zu entdecken.

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