Düfte der Wüste
Die Tierpfleger im Burgers‘ Zoo machen immer wieder auf kreative Weise Gebrauch von den Gerüchen anderer Arten, um das natürliche Verhalten der Tiere besonders anzuregen. So haben sie zum Beispiel im Ökodisplay Desert schon einmal Äste aus dem Gehege des Rotluchses oder Seile aus dem Gehege des Nordamerikanischen Katzenfretts in das Gehege der Halsbandpekaris gelegt. Pekaris haben einen ausgezeichneten Geruchssinn und schon bald stellten sich vor Aufregung ihre Nackenhaare auf. Sie schnüffelten eifrig an dem fremden Objekt mit dem auffälligen Geruch, das sich auf einmal in ihrem Lebensraum befand. Auf dem fremden Geruch, den die Seile aus dem Katzenfrett-Gehege trugen, wälzten sich die Pekaris sogar ausgiebig hin und her und markierten dadurch die Seile mit ihrem eigenen Körpergeruch. Durch diese Verhaltensanreicherung wurden die Halsbandpekaris angeregt, ihre Sinne zu testen und sie beschäftigten sich lange und intensiv mit dem neuen, auffallend riechenden Objekt.
Neugierige Panther
Mit dem gleichen Ziel bringen wir hin und wieder Elefantendung in ein Leopardengehege oder Nashorndung in ein Löwengehege. Die Raubtiere reagieren auf den neuen Geruch fasziniert, zumal sie in der Natur Duftspuren nutzen, um ihre Beute aufzuspüren. Asiatische Elefanten sind keine natürliche Beute für Leoparden und auch Löwen werden ein erwachsenes, gesundes Nashorn nicht als potenzielle Beute betrachten. Aber beide Arten kommen in freier Wildbahn in ihrem Verbreitungsgebiet vor und der fremde, ungewohnte Geruch stimuliert die Sinne der Tiere. Vor allem Jungtiere können sehr aufgeregt und neugierig auf diese besonderen Reize reagieren.