Aus der Trickkiste
Bisher war die Gruppe der Passionsblumen im Burgers’ Zoo in erster Linie interessant als Wirtspflanzen für Passionsblumenfalter in der Mangrove. An sich sind diese Passionsblumen leicht giftig, aber die Raupen der Schmetterlinge können gut damit umgehen. Sie sammeln das Gift sogar im Körper und nutzen es, um selbst giftig zu werden und Feinde abzuwehren. Passionsblumen benötigen daher andere Möglichkeiten, um zu verhindern, dass sie gefressen werden.
Mehrere Arten bilden gelbe Flecken auf ihren Blättern, andere imitieren sogar dreidimensionale Eier. Schmetterlingsweibchen bevorzugen jedoch „freie“ Pflanzen ohne Befall, um ihre Eier abzulegen. Durch die gefälschten Eier verringert die Pflanze die Gefahr, gefressen zu werden. Auffällig ist auch, dass eine Passionsblumenpflanze unterschiedliche Blattformen aufweisen kann. Forschern zufolge verstärkt sich dieses Phänomen, wenn der Fraßdruck besonders hoch ist. Möglicherweise handelt es sich also um ein Ablenkungsmanöver für die Schmetterlinge, die die Kletterpflanzen schwerer erkennen können, wenn ihre Blätter nicht alle gleich geformt sind.