Der Königliche Burgers' Zoo verschenkt jährlich Dutzende selbst gezüchteter Korallenkolonien an Partnerzoos und -aquarien in ganz Europa
Am Mittwoch, den 4. Februar 2026, spendet der Königliche Burgers’ Zoo in Arnheim 43 selbst gezüchtete Korallenkolonien, 25 Juwelen-Kardinalbarsche sowie acht Schwalbenschwanz-Riffbarsche an den Zoo Duisburg. Das tropische Korallenriffaquarium Burgers’ Ocean umfasst ein Gesamtvolumen von acht Millionen Litern Wasser. Das lebende Korallenriff mit einem Volumen von 750.000 Litern ist das größte seiner Art in Europa. Sowohl der Zoo Duisburg als auch der Burgers’ Zoo sind Mitglieder der Europäischen Zoovereinigung EAZA (European Association of Zoos and Aquaria) und arbeiten im Rahmen internationaler Zuchtprogramme für bedrohte Tierarten eng zusammen.
Korallenriffe stehen weltweit unter großem Druck. Die globale Erwärmung, Vergiftungen, Umweltverschmutzung und Praktiken wie die Dynamitfischerei verursachen massive Schäden an den Riffen. Korallen gelten als bedrohte Tiere, weshalb es von großer Bedeutung ist, Wissen, Erfahrung und Zuchterfolge bestmöglich mit Partnerinstitutionen zu teilen. Der Zoo Duisburg und der Burgers’ Zoo arbeiten innerhalb des Zooverbandes EAZA eng zusammen – die Übergabe der selbst gezüchteten Korallenkolonien und Fische ist ein Praxisbeispiel dieser Kooperation.
Eine Korallenkolonie besteht aus Zehntausenden kleiner Lebewesen: den Korallenpolypen. Jeder Polyp lebt in Symbiose mit einer Alge, die das Korallentier mittels Photosynthese mit Zucker versorgt. Korallen reagieren äußerst sensibel auf ihre Umweltbedingungen: Wasserqualität, Strömung, Nahrungsangebot und Lichtmenge müssen exakt aufeinander abgestimmt sein. Bereits kleine Veränderungen können für Korallen fatale Folgen haben.
Die Korallenkolonien im Burgers’ Ocean wachsen sehr schnell. Im Wettbewerb um optimale Lichtverhältnisse und Platz auf dem Riff kommt es mitunter zu sogenannten „chemischen Kriegen“ zwischen den Kolonien. Dabei versuchen sich Korallen mit Giftstoffen gegenseitig zu schädigen. Zudem können schnell wachsende Arten langsam wachsende Korallen überwuchern.
Um solchen Konflikten oder einer Überwucherung vorzubeugen, entnehmen tauchende Tierpfleger regelmäßig Teile der Korallenkolonien. Diese werden anschließend an Partnerzoos und öffentliche Aquarien in ganz Europa gespendet.
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