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Neue Bewohner und alte Bekannte
Terug

Neue Bewohner und alte Bekannte

Mittwoch, 31 Juli 2019
Neue Bewohner und alte Bekannte

Es wird Ihnen nicht entgangen sein, dass in dem Bereich direkt hinter dem Eingang neue Gehege entstanden sind. Dort werden alte Bekannte untergebracht, darunter Südamerikanische Nasenbären, Kattas und Mohrenmakis. Außerdem dürfen wir eine neue Art in unserem Zoo begrüßen: das Totenkopfäffchen.

Alt und neu

In den 70er Jahren gab es zum letzten Mal eine Gruppe Totenkopfäffchen in unserem Park. Nach einigen Jahren der Abwesenheit ist nun wieder eine kleine Gruppe von etwa zehn Männchen in das neue Gehege gezogen. Um die für die Zucht notwendigen Genreserven dieser Art zu sichern, haben wir uns für eine Gruppe von Junggesellen entschieden. Bei Totenkopfäffchen besteht eine Familiengruppe in erster Linie aus Weibchen; außerhalb der Fortpflanzungszeit spielen die Männchen eine eher untergeordnete Rolle. In Tierparks wird daher darauf geachtet, dass immer nur ein paar Männchen in einem solchen Familienverband leben. Die übrigen Männchen werden in Junggesellengruppen in anderen Tierparks untergebracht. Männchen desselben Jahrgangs verstehen sich häufig von klein auf gut, wachsen zusammen auf und bleiben meist ein Leben lang beieinander. Totenkopfäffchen sind eine sehr beliebte Art und sorgen für Stimmung im Gehege. Die Tiere sind sehr neugierig und mit ihren gierigen Händen sind sie immer auf der Suche nach etwas Essbarem. Obst, Nüsse, junge Blätter, aber auch Eier, Insekten und Amphibien stehen auf der Speisekarte. Sie sind sehr wählerisch und fressen nur, was ihnen am besten schmeckt. Den Rest lassen sie einfach fallen. Totenkopfäffchen sind sehr schnell und leben vor allem auf Bäumen. Geschickt springen und rennen sie über die Klettergerüste, mit ihrem Schwanz halten sie in erster Linie das Gleichgewicht. Im Gegensatz zu anderen Affenarten können sie sich nicht an ihren Schwanz hängen oder hin und her schaukeln.

Südamerikanische Weibchen

Die Totenkopfäffchen teilen sich das neue Gehege mit einem weiteren Tier aus Südamerika: den Südamerikanischen Nasenbären. Dabei handelt es sich eher um Bodenbewohner und eben diesen suchen die Tiere scharrend nach etwas Essbarem ab. Die Nasenbären übernehmen sozusagen die Reinigung: Sie fressen genüsslich das auf, was die Totenkopfäffchen fallen gelassen haben. Im Gegensatz zu den Totenkopfäffchen besteht die Nasenbärengruppe nur aus Weibchen. Laut europäischer Gesetzgebung darf diese Art hier nicht gezüchtet werden. Da wir nur Weibchen halten, können die Nasenbären sich auch nicht vermehren.

Noch mehr Junggesellen

Eine Insel mit Grasflächen, stachligen Sträuchern und Felsen entführt die Besucher nach Madagaskar: das neue Zuhause für die bereits im Zoo lebenden Katta- und Mohrenmaki-Männchen. Die Halbaffen leben in Familiengruppen bestehend aus Müttern, Töchtern, Tanten und Nichten. Die Weibchen geben eindeutig den Ton an und können untereinander und gegenüber den Männchen manchmal ziemlich kratzbürstig auftreten. In unseren Junggesellengruppen gibt es solche Probleme daher gar nicht, die Männchen führen untereinander im Allgemeinen ein recht harmonisches Leben. Oft sitzen sie in kleineren Gruppen dicht zusammen. Wie bei den Totenkopfäffchen werden durch eine separate Haltung der Männchen die Genreserven gesichert.

Felsformation mit Einblick

Ein Erdmännchen hält immer Wache, während die übrigen Familienmitglieder nach Futter suchen oder miteinander spielen. Eine Kolonie besteht aus einem Leitpaar, welches das Sagen hat, sowie dem älteren Nachwuchs, der die Eltern beim Aufziehen der jüngeren Geschwister unterstützt. Das Alphaweibchen bekommt bis zu dreimal im Jahr Nachwuchs, der sich im Alter von etwa drei Wochen zum ersten Mal an der Oberfläche zeigt. Das weitreichende unterirdische Höhlensystem besteht aus mehreren Kammern mit unterschiedlichen Funktionen. Die neue Felsformation neben dem Außengehege gewährt einen Blick in den inneren Teil des Geheges. Wir hoffen, auf diese Weise unseren Besuchern einen besseren Einblick zu gewähren, was dort unter der Erde passiert. Man sieht eine Höhle, die möglicherweise als „Kreißsaal“ fungieren soll. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass die Tiere die Höhle auch wirklich auf diese Weise nutzen. 

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