Abhängigkeit
Belize ist finanziell zu einem beträchtlichen Teil von internationalen Touristen abhängig, und inzwischen steht die Reisewelt schon seit über einem Jahr still. Das Ergebnis ist eine wirtschaftliche Flaute, gepaart mit sehr hohen Arbeitslosenzahlen. Unser Projekt generiert seine Mittel nur zu einem kleinen Teil aus Einkünften aus dem Ökotourismus. Für uns ist das Fernbleiben von Touristen also nicht so dramatisch. Aber die Atmosphäre im Land wird in einer wirtschaftlichen Krise nicht angenehmer. Wilderei und illegaler Holzeinschlag haben in den vergangenen Monaten zugenommen. Andere Projekte, die wir auf unseren Reisen für gewöhnlich besuchen, sind sehr wohl von den internationalen Reisebeschränkungen betroffen. Belizes nationale Vogelauffangstation finanziert sich beispielsweise zum Teil aus den Einnahmen eines eigenen B&Bs, das jetzt leer steht. Auch Wildtracks, ein medizinisches Zentrum für verwundete und verwaiste Seekühe und Affen, wird normalerweise mit Unterstützung von Freiwilligen aus der ganzen Welt betrieben. Doch auch sie können schon seit über einem Jahr nicht mehr ins Land reisen. Wildtracks musste lokale Kräfte anwerben, was für die Beschäftigungssituation in der Region natürlich positiv ist, aber auch die eigenen Mittel empfindlich schmälert.