Tiere

Löwen

Platz im Tierreich

Löwen sind Großkatzen, genau wie Tiger und Panther, die auch in Burgers´ Zoo leben. Fast alle Löwen kommen in Afrika vor. Aber es gibt auch eine Unterart, den asiatischen Löwen, der in einem kleinen Gebiet in Indien lebt.

Eigenschaften der Löwen

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Besonderes Verhalten

Löwen leben als einzige Katzenartige in größeren, festen Gruppen. Dies ermöglicht es den Löwen, Beutetiere zu jagen, die zum Beispiel für Geparden oder Leoparden zu groß sind, wie erwachsene Zebras oder Büffel. Die Jagd ist vorwiegend Aufgabe der Weibchen in der Gruppe. Die Männchen dürfen aber als erste fressen!

Wussten Sie das schon über Löwen?

  • Junge Löwen haben in den ersten paar Monaten ein braun geflecktes Fell.
  • Löwen schlafen und ruhen viele Stunden am Tag. Wenn sie erfolgreich gejagt haben, hängen sie ein paar Tage nur herum und lassen es nochmal extra langsam angehen. Huftiere, die ein ruhendes Rudel Löwen sehen, scheinen zu wissen, dass die Löwen dann keine Gefahr sind und reagieren ruhig.
  • Das Lied ‘In the jungle the lion sleeps tonight’ basiert nicht auf biologischen Fakten. Löwen leben in den offenen Grasländern und auf der Baumsavanne, Im Jungle kommen sie hingegen nicht vor.  
  • Löwen sind Opportunisten und ergreifen eine Chance, wann immer sie sich ihnen bietet. So nehmen sie auch gerne den schwächeren Geparden oder Hyänen die Beute ab.
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Über die Fortpflanzung

Löwenwelpen werden blind und ziemlich hilflos geboren. Die Weibchen unterstützen einander bei der Aufzucht der Jungen. Sie lassen sogar die Welpen anderer Weibchen bei sich trinken. Da in einem Rudel normalerweise alle Weibchen miteinander verwandt sind, helfen sie damit ja Familienmitgliedern!

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Eins mit der Natur

Oft spezialisieren Löwen sich innerhalb eines bestimmten Gebietes zeitweise auf einen Typ Beutetier. Solange diese Beutetierart sehr viel vorkommt, jagen sie fast ausschließlich auf diese eine Art. Wenn die Beutetierpopulation aber abnimmt, legen sie sich wieder für einige Zeit auf eine andere Art fest. Auf diese Weise werden Löwen nie eine Beutetierart zum Aussterben bringen.

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Bedrohung und Schutz

Außerhalb geschützter Gebiete kommen in Afrika kaum noch Löwen vor. Die Bevölkerung freut sich nicht gerade über diese großen Raubtiere als “Nachbarn”. Löwen reißen nämlich auch schon mal Vieh, eine leichte Beute. Burgers´ Zoo verlieh in 2014 einen mit 50.000 Euro dotierten Future for Nature Award an Leela Hazzah. Sie initiierte in Kenia ein sehr erfolgreiches Projekt zum Schutz von Löwen, in das ehemalige Löwenjäger unter den Massai als Löwenbeschützer eng einbezogen sind.

Die afrikanischen Löwen in der Safari

Burgers´ Zoo hat eine lange Tradition in der Haltung und Zucht von Löwen. So wurde in 1963 ein Löwen-Siebenling geboren - eine Seltenheit. Schon zum Ende der 1960-iger Jahre erblickte hier der tausendste Löwe das Licht der Welt! 1968 wurde außerdem in Arnheim der erste Safaripark auf dem europäischen Festland eröffnet. Hier konnten Menschen in Autos zwischen den Löwen fahren, eine große Neuheit! Nach einigen Jahren wurde die Safari aber in eine Wander-Safari umgewandelt. Nun können die Besucher die Löwengruppe aus einer Beobachtungshütte heraus gut beobachten.

Übrigens betreten die Tierpfleger das Löwengehege nicht einfach so. Wenn im Löwengehege Arbeiten stattfinden, dann werden die Löwen erst in ein separates Gehege gesperrt. Manchmal fahren die Tierpfleger auch mit einem Landrover in das Gehege.

Die Löwen werden dreimal in der Woche gefüttert. Auch in der Natur gelingt es den Löwen nämlich nicht jeden Tag Beute zu machen. Dadurch, dass wir sie fasten lassen, ahmen wir die Natur nach. Die Löwen in der Safari bekommen große Stücke Rindfleisch oder Pferdefleisch zu fressen.