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Neuankömmlinge in den Niederlanden: Goldschakale
Terug

Neuankömmlinge in den Niederlanden: Goldschakale

Mittwoch, 29 Juni 2016
Neuankömmlinge in den Niederlanden: Goldschakale

Bekommen die Niederlande eine 72. Säugetierart dazu?Ende Februar 2016 erhielt man durch Fotos einer Kamerafalle zum ersten Mal einen bestätigten Nachweis eines Goldschakals in den Niederlanden.Und dann auch noch auf der Veluwe, also praktisch vor der Haustür des Königlichen Burgers’ Zoo!Unser Tierpark ist der einzige Zoo in den Niederlanden mit dieser Art, aber das Tier, das durch die Wälder streunte, war eben doch wirklich ein wilder Goldschakal!

Mehr Wolf als Schakal

Goldschakale sind dem Hund ähnliche Raubtiere. Sie liegen was die Größe betrifft zwischen einem Fuchs und einem Wolf. Obwohl ihr Name darauf hinweist, dass sie zu den Schakalen gehören, erwies sich kürzlich, dass sie in genetischer Hinsicht eher zur Familie der Kojoten und Wölfe gehören als zu Schakalen. Goldschakale haben von jeher ein riesiges Verbreitungsgebiet in Nordafrika, Südasien, auf der arabischen Halbinsel und auf dem Balkan. Sie kommen in den unterschiedlichsten Lebensräumen vor wie in Savannen, Halbwüsten und offenen Landschaften mit Wäldern. Und seit einigen Jahrzehnten ist der opportunistische Goldschakal auf Wanderschaft! 

Stets weiter nach Europa

Anders als der europäische Wolf, der in großen Teilen Europas vom Mensch ausgerottet wurde und jetzt allmählich teilweise in sein früheres Verbreitungsgebiet zurückkehrt, ist der Goldschakal ein echter Newcomer. Seit den achtziger Jahren wurde er bereits regelmäßig in Österreich und Italien gesehen. Im Sommer 2015 hatte er Frankfurt erreicht. Und nun wurde er zum ersten Mal in der Geschichte in den Niederlanden gesichtet.

Wie soll man mit diesem Einwanderer umgehen?

„Wer in der Natur umherstreunt muss gegenwärtig nicht nur vor Wölfen sondern auch vor Schakalen auf der Hut sein“, schreibt beispielsweise die „Vereniging het Edelhert“ (Verein der Rothirsch) auf seiner Website.  Allerdings brauchen sich weder Mensch noch Edelhirsch vor dem Goldschakal zu fürchten, der vor allem Kaninchen, Nagetiere und Vögel jagt und dem auch Früchte und Beeren schmecken. Zur Zeit wird auf europäischer politischer Ebene darüber diskutiert, wie man mit invasiven, exotischen Tierarten umgehen soll, die sich außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets niederlassen und dadurch andere Arten möglicherweise verdrängen. Dabei geht es in der Regel um Tierarten, die vom Menschen freigelassen wurden, wie beispielsweise Halsbandsittiche in Ballungsräumen. Der Goldschakal kam aus eigenem Antrieb. Wer weiß, möglicherweise kommt er öfter und bleibt schließlich ständig hier? In den vergangenen Wochen wurde es wieder still um die Goldschakale auf der Veluwe, aber wer weiß für wie lange!

Goldschakale in Zoos

Goldschakale in Zoos

In Burgers’ Zoo leben zwei Goldschakale, ein Paar, das vor fünf Jahren in deutschen Zoos geboren wurde. Leider haben die zwei Tiere noch keinen Nachwuchs gezeugt. Wer eine echte Goldschakalfamilie sehen will und keine Lust hat, zu warten, ob sich diese Tierart tatsächlich auf der Veluwe niederlässt, sollte den deutschen Naturzoo Rheine besuchen. Dort teilt sich eine Goldschakalfamilie ein Gehege mit Lippenbären. Sogar in einem Zoo braucht man manchmal Geduld, um diese Tierart zu sehen; die Schakale verstecken sich gerne zwischen den Sträuchern. Da kann man sich gut vorstellen, wie schwierig es ist, dieses Raubtier jemals in den Niederlanden in der freien Natur zu sichten!

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