Schon seit mehr als 35 Jahren engagiert sich der Burgers’ Zoo für den Naturschutz in Belize. Was damals mit dem Kauf von 800 Hektar Land begann, hat sich im Laufe der Jahre zu einem Modellprojekt für Mittelamerika – mit rund 45.000 Hektar Schutzgebiet – entwickelt. Vor Ort wird der Betrieb von lokalen Rangern und Managern geleitet. Das Gebiet ist seit Langem nicht mehr in Privatbesitz, sondern Teil einer Ewigkeitsstiftung zugunsten der Bevölkerung von Belize. In diesem Artikel geben wir ein kurzes Update über die Aktivitäten der CSFI, der Corozal Sustainable Future Initiative.
Die CSFI ist auf verschiedenen Gebieten aktiv. Vor Kurzem wurden die erforderlichen politischen Genehmigungen erteilt, um eine Verbindung zu dem wasser- und vogelreichen Areal des Crooked Tree Wildlife Sanctuary, südwestlich von „unserem“ Schutzgebiet, zu schaffen. Da wir bereits Erfahrung mit derartigen Projekten haben, wissen wir, dass es noch Jahre dauert, bis die Erweiterung des Gebiets tatsächlich realisiert sein wird. Heron Moreno, Manager, Vorstandsmitglied und „Chef-Ranger“ der CSFI kümmert sich darum, alle beteiligten Parteien an Bord zu holen. (Besucher unseres Zoos kennen sein Gesicht vom Eingang des Ökodisplays Burgers’ Mangrove.) Für die Verbindungen zwischen den beiden Schutzgebieten wurden mögliche Routen – aus unterschiedlichen Land-Mosaik-Stücken – kartiert und die Besitzer der Grundstücke sind bekannt. Nun beginnen einerseits die Verhandlungen und andererseits die Suche nach zusätzlichen Mitteln für den Landkauf. Bei Letzterem spielt unser langjähriger Partner für das Belize-Projekt, Papiliorama in der Schweiz, eine entscheidende Rolle, da er über das nötige Expertenwissen und Naturschutz-Netzwerk verfügt. Es wäre wunderbar, wenn das Crooked-Tree-Areal tatsächlich mit dem bereits von uns verwalteten Gebiet verbunden werden könnte.
Der Sohn von Heron Moreno hat sich inzwischen zu einer Autorität auf dem Gebiet der Jaguare entwickelt. Diese großen Raubkatzen kommen in Belize nicht nur in den geschützten Wäldern und Mangroven, sondern auch in von Menschen frequentierten Gebieten vor. Ähnlich wie Wölfe in Deutschland und den Niederlanden sind Jaguare in Belize nicht bei allen beliebt. Die Bewegungsmuster dieser Tiere müssen noch umfassend erforscht werden. Dank eines engmaschigen Netzes von Nachtsichtkameras hat die CSFI allerdings schon wertvolle Erkenntnisse gewonnen. Inzwischen wurden zudem einige Tiere unter Narkose mit einem Sender versehen. Das Team der CSFI ergreift auch die nötigen Maßnahmen, wenn „Problemjaguare“ in weniger bevölkerte Gebiete umgesiedelt werden müssen.
Die Sensibilisierung der Bevölkerung, die Aufklärung über die lokale Artenvielfalt und die Begeisterung von Kindern für Natur- und Umweltschutz spielen bei jedem Naturschutzprojekt eine wichtige Rolle. Mit der finanziellen Unterstützung vieler privater Sponsoren aus den Niederlanden konnte der Kinderclub der CSFI wiederbelebt werden. Unter dem Namen Jaguar Club kommen Kinder im Grundschulalter regelmäßig zusammen und lernen jedes Mal einen anderen interessanten Aspekt kennen.
Darüber hinaus ist die CSFI immer häufiger auf Jahrmärkten, lokalen Feiern, Festivals und anderen Veranstaltungen vertreten, die in den tropischen Regionen Amerikas einen wichtigen Platz in der Gesellschaft einnehmen. So wird der Bekanntheitsgrad der CSFI in ganz Belize weiter gesteigert. Wir sind sehr erfreut über die Fortschritte der großen, komplexen Initiative CSFI, die so hervorragende Arbeit leistet!
Am 4. November 2025 wurde eine junge Seekuh aus dem Königlichen Burgers' Zoo in den spanischen Tierp…
7 November 2025
Burgers’ Desert bekommt einen neuen Ein- und Ausgang, neue Tierarten und Gehege – das Desert Restaur…
6 November 2025
Die kleine Giraffe, die am 21. Oktober 2025 gegen 23.00 Uhr geboren wurde, ist ab heute im Arnheimer…
30 Oktober 2025