Mit Insekten gegen Insekten
Dafür haben wir uns etwas einfallen lassen. Etwas, das gut zu unserem Anspruch passt, ein Ökosystem zu imitieren. Wir kaufen spezielle Raubinsekten zur Bekämpfung von Läusen und setzen sie in der Nähe großer Läusepopulationen aus. Für dieses gezielte Vorgehen müssen wir die Pflanzen natürlich regelmäßig kontrollieren. Da wir wissen, welche Orte die Läuse mögen, überrascht es uns meistens nicht, wo wir sie antreffen. Wenn eine Population zu schnell wächst, bestellen wir also einfach den passenden Prädator für die betreffende Läuseart.
Wenn die Raubinsekten (Eier oder ausgewachsene Insekten) auf den befallenen Pflanzen ausgesetzt worden sind, folgt die interessanteste Phase: Wir müssen prüfen, ob die natürlichen Schädlingsbekämpfer ihre Arbeit machen. Gegen Napfschildläuse setzen wir beispielsweise eine bestimmte Schlupfwespenart ein. Diese parasitiert die Läuse, d.h. sie befällt sie als Parasit. Man sieht kleine Löcher in den Schildläusen auftauchen, manchmal sind die Blattläuse sogar schon leergefressen, wenn wir sie kontrollieren. Dann hat die Wespe ihre Eier in der Laus abgelegt, und die Wespenlarven haben sie von innen aufgefressen. Adieu Blattlaus! Die Schlupfwespen selbst halten sich noch eine Weile in Burgers’ Bush, bis sie selbst von den anwesenden Vögeln gefressen werden. Das darf ruhig passieren. Wenn die Wespen gute Arbeit geleistet haben, dauert es eine ganze Weile, bevor die Blattlaus-Population sich erholt. Wenn Sie also in unserem Bush ein Insekt vorbeifliegen sehen, kann es gut sein, dass es gerade für uns arbeitet!