Ich sehe was, was Du nicht siehst: Epiphyten
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Ich sehe was, was Du nicht siehst: Epiphyten

Mittwoch, 05 Dezember 2018
Ich sehe was, was Du nicht siehst: Epiphyten

Wer durch Burgers‘ Bush geht, sieht auf den ersten Blick längst nicht alles. Der dreißig Jahre alte Regenwald verbirgt vor dem durchschnittlichen Besucher zahlreiche grüne Geheimnisse. Einer der weniger bekannten grünen Fakten ist beispielsweise, dass die Bepflanzung dieses Regenwaldes in drei Welten aufgeteilt ist: Südamerika, Afrika und Südostasien. Aber diese Tatsache würde man nicht als großes Geheimnis bezeichnen.

Fruchtbare Feuchtigkeit

Diese Bezeichnung verdient eher eine der schätzungsweise über 1.200 Pflanzenarten. Ein geheimes Juwel, das an einem besonderen Ort im Regenwald wächst. Schon seit Jahren arbeiten wir intensiv daran, einen florierenden Regenwald zu schaffen, in dem sich, wie in der Natur, vier „Stockwerke“ unterscheiden lassen. Die oberste Etage besteht aus den Riesen des Waldes. Sie sind in der Natur schweren Regenfällen, Wind und grellem Sonnenlicht ausgesetzt. Unter ihren weit verzweigten Kronen wachsen kleinere Bäume und Sträucher. In dieser Lage, unter der geschlossenen Kronenschicht, ist es häufig völlig windstill – bei hohen Temperaturen und einer hohen Luftfeuchtigkeit.

Epiphyten

Diese Etage des Waldes bietet ideale Bedingungen für Epiphyten, auch Aufsitzerpflanzen genannt. Sie wachsen auf Baumzweigen, ohne dem Baum Nährstoffe zu entziehen. In Burgers Bush herrschen andere Bedingungen als in der Natur: Hier weht nirgends Wind und das Dach begrenzt die Höhe der Bäume. Darum wurden im Bush auch im obersten Stockwerk viele Bäume mit Epiphyten bepflanzt, in Höhen von bis zu zwölf Metern! Die bekanntesten Epiphyten sind bestimmte Arten von Flechten, Moosen, Bromelien und Orchideen. Moose kommen auf der ganzen Welt vor, Bromelien, bis auf eine Sorte, nur in Amerika. Orchideen sind ebenfalls eine weltweit verbreitete Pflanzenfamilie. 

Langblättrige Orchidee

Im südostasiatischen Papua-Neuguinea wächst eine sehr auffällige Orchidee, die auch in Burgers‘ Bush anzutreffen ist. Um das Geheimnis endlich zu verraten: Dieses papua-neuguineische Juwel wächst in etwa drei Metern Höhe auf dem Stamm eines Baumfarns, und zwar in der Nähe des Schildes, das den Startpunkt für Führungen markiert. Einen niederländischen oder deutschen Namen hat diese Orchidee (Bulbophyllum macrobulbum spec.) nicht. Ein passender Name wäre „spottende Krawatten-Orchidee“. Die großen, mattgrünen, olivenartig geformten Scheinknollen oder Pseudobulben springen als erstes ins Auge. Dabei handelt es sich um die an der Basis verdickten Stängel der Orchidee, die als Nährstoff- und Wasserspeicher dienen.  

Blüte?

An dieser Pseudobulbe befindet sich ein längliches dickes Blatt mit einer Art Rinne in der Mitte. Die Blätter sind grün, mit einem Stich ins Lila und vielleicht noch auffälliger als die Scheinknollen. Blatt und Scheinknolle zusammen erinnern an eine gebundene Krawatte. Weniger ins Auge fallend sind die Blüten. Sie wachsen geclustert, halb unter einem Blatt versteckt. Man muss also gut hinschauen, um zwischen den Blättern eine Blüte zu entdecken. Für einen Gang durch Burgers’ Bush bedeutet dies, dass man nach oben schauen muss, denn echte Epiphyten sieht man anders nicht.

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