Ein Moment für eine bewusste Entscheidung...

Wir verwenden Cookies, um Ihren Besuch auf unserer Website so benutzerfreundlich und persönlich wie möglich zu gestalten. Mithilfe dieser Cookies können wir unter anderem die Website analysieren, den Benutzerkomfort verbessern und Ihnen die relevantesten Informationen anzeigen. Da der Schutz Ihrer Daten im Internet wichtig ist, bitten wir Sie, sich einen Moment Zeit zu nehmen, um eine bewusste Entscheidung zu treffen. Lesen Sie, wie wir mit Datenschutz und Cookies umgehen.

Immer auf Streife
Terug

Immer auf Streife

Freitag, 18 Januar 2019
Immer auf Streife

Mit seinem schwarz-weiß gestreiften Fell gehört das Zebra zu den auffälligsten Tieren der afrikanischen Savanne. Außerhalb des afrikanischen Kontinents sind die Tiere auch in vielen Zoos anzutreffen. So auch im Burgers’ Zoo, in dem sie schon seit Langem die Erlebniswelt Safari mit den Gnus, Giraffen, Wasserbüffeln, Pferdeantilopen, Nashörnern und anderen Tieren teilen. Höchste Zeit, sich diese Verwandten des Pferds einmal genauer anzuschauen.

Verschiedene Arten

Zebras kommen in unterschiedlichen Regionen Afrikas vor. Sie leben im offenen Grasland und Waldsavannen, aber auch in bergigen Gebieten und im Hochland. In den unterschiedlichen Regionen leben jeweils andere Zebra-Arten. So gibt es im Süden und Südwesten Afrikas das Bergzebra, im Nordosten das Grevyzebra und im Süden und Osten des Kontinents vor allem das sogenannte Steppenzebra. Letztere ist die am häufigsten vorkommende Art. Eine Unterart des Steppenzebras ist das Böhm-Zebra, das auch im Burgers’ Zoo zu sehen ist.

Harem oder Territorium

Die meisten Zebras leben in sogenannten Harems. Ein Harem setzt sich aus einem Hengst, mehreren Stuten und deren Jungen zusammen. Der Hengst schützt die Weibchen vor aufdringlichen Hengsten von außerhalb. Die Grevyzebras leben hingegen in einem ganz anderen sozialen Gefüge. Bei dieser Art leben die Weibchen und die Jungen in kleinen Gruppen, die ausgewachsenen Männchen sind Einzelgänger. In der Paarungszeit verfügen alle ausgewachsenen Männchen über ein eigenes Territorium, das sie gegen andere geschlechtsreife Hengste verteidigen. Innerhalb eines solchen Territoriums hat der ausgewachsene Hengst das Recht, sich mit allen Stuten, die sein Territorium durchqueren, zu paaren.

Junggesellen

Im Burgers’ Zoo verläuft die Zucht von Böhm-Zebras sehr erfolgreich. Seit den 80er Jahren wurden mehr als 80 Zebras geboren. Zurzeit leben 22 Zebras in unserem Zoo, verteilt auf drei Harems und eine kleine Gruppe von Hengsten. Die Gruppe besteht aus einigen jungen Hengsten, die von ihren Vätern aus der Gruppe verstoßen wurden. Solche Junggesellengruppen gibt es auch in der freien Wildbahn. Die Jungtiere werden von dem erwachsenen Hengst aus dem Harem verjagt, weil sie seine Konkurrenten sind. Evolutionär betrachtet wird auf diese Weise verhindert, dass diese Hengste ihre eigene Mutter decken. Auch die jungen Stuten verlassen oft ihre ursprüngliche Gruppe und schließen sich einem anderen Harem an.

Nicht zu zähmen

Weil das Zebra dem Pferd sehr ähnlich sieht, gehen viele davon aus, dass Zebras genauso leicht zu zähmen sind wie Pferde. Das Gegenteil ist der Fall! Zebras haben einen starken Instinkt, der sie dazu antreibt, bei Gefahr sofort zu fliehen, und dieses Verhalten scheint man ihnen auch nicht abtrainieren zu können. Außerdem werden Zebras gegenüber Artgenossen und anderen Tieren der Savanne durchaus aggressiv. Wenn andere Tiere in Burgers‘ Safari Junge haben, lassen wir die Zebras erst einmal in ihrem Stall, wenn diese Jungtiere zum ersten Mal auf die Savannenfläche hinausgehen. Nach einigen Tagen wird die ruhigste Zebragruppe wieder nach draußen gelassen und einige Tage später, einer nach dem anderen, auch die beiden anderen Harems.

Ganz schön gestreift

Es gibt unterschiedliche Theorien in Bezug auf die Frage, warum Zebras gestreift sind. Eine besagt, dass durch die abwechselnd dunklen und hellen Streifen kleine kühlende Luftwirbel entstehen, die die Hitze für die Tiere erträglicher machen. Einer anderen Theorie zufolge sind die Streifen ein Abwehrmechanismus gegen Insekten wie Tsetsefliegen und Bremsen. Wieder eine andere Theorie geht davon aus, dass Raubtiere sich von all den Streifen irritieren lassen und vor lauter Streifen das Tier nicht sehen. Möglicherweise funktioniert das Streifenmuster auch wie eine Art Barcode: Dank der Streifen können Zebras ihre Artgenossen voneinander unterscheiden. Auf dieselbe Weise halten auch die Tierpfleger die Tiere auseinander. Das ist sehr praktisch bei der administrativen Überwachung der Zebras.

Das Gras auf der anderen Seite …

Die bei den meisten Zebras auftretende Haremsstruktur bedeutet übrigens nicht, dass das Männchen automatisch der Vater aller in seinem Harem geborenen Jungtiere ist. Genetische Untersuchungen haben gezeigt, dass die Weibchen sich auch schon einmal außerhalb des Harems vergnügen und einer der anderen Hengste aus Burgers‘ Safari der Vater ihrer Jungen sein muss.

Equidenpass

Im Burgers’ Zoo werden regelmäßig kleine Zebras geboren. Um Inzucht zu vermeiden, werden diese Tiere in anderen Zoos untergebracht. Das bedeutet stets viel bürokratischen Aufwand; die Zebras brauchen für den Transport sogar einen sogenannten Equidenpass.

Ein weißes Pferd mit schwarzen Streifen?

Früher ging man davon aus, dass Zebras weiße Tiere mit schwarzen Streifen seien, weil viele Zebras einen hellen Bauch haben und das bereits ausgestorbene Quagga nur leicht gestreift war. Die Haut unter dem Zebrafell ist jedoch vollkommen schwarz. Zebras sind also eher schwarze Tiere mit weißen Streifen als anders herum!

Kommentare


Mehr News


Hakenförmige Haare

Hakenförmige Haare

Donnerstag, 26 September 2019

Wenn man dem Abenteuerpfad in Burgers’ Bush folgt, sind die kleinen Blüten der westafrikanischen Pflanze Aneilema aequinoctiale nicht sofort zu erkennen. Zugegeben, die mehrjährige krautige Pflanze ist neu in der Sammlung und fällt zwischen all dem Grün nicht sofort auf. 

Lesen Sie mehr
Fast vierzig Jahre lang „bildprägend“

Fast vierzig Jahre lang „bildprägend“

Freitag, 20 September 2019

Wer den Zoo regelmäßig besucht, dem ist ihr Anblick ebenso vertraut wie die Brillenpinguine am Haupteingang: freundlich lächelnde Fotografen von Candid Foto, die unsere Gäste mit ihrer Kamera festhalten. Leider geht diese jahrelange Tradition nun ihrem Ende entgegen. 

Lesen Sie mehr
Burgers' Zoo organisiert

Burgers' Zoo organisiert "Safari Bricks im Zoo"

Freitag, 13 September 2019

40 lebensechte Tierfiguren, mehr als eine Million Legosteine und ein Team von 30 englischen Legofans, die wochenlang beschäftigt gewesen sind: Der Königliche Burgers’ Zoo präsentiert von Samstag, den 5. Oktober bis Sonntag, den 27. Oktober 2019, täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr die Ausstellung „Safari Bricks im Zoo“.

Lesen Sie mehr