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Bildung
Terug

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Freitag, 12 Juni 2020
Bildung

Jedes Kind ist anders und auch Mütter sind nie gleich! Das gilt auch im Tierreich. Manche Mütter, zum Beispiel Seekühe, sind sehr fürsorglich, andere sind in erster Linie praktisch veranlagt und sorgen dafür, dass ihr Junges auf jeden Fall ein „Pausenbrot“ dabeihat. Es gibt Tiermütter, die jahrelang für ihre Jungen sorgen, und solche, die ihre Jungen nach der Geburt kaum noch beachten. Manche Mütter bekommen Zehntausende Junge, andere sind schon mit einem Sprössling mehr als zufrieden. Wie ist denn deine Mutter so?

Mütter, die anderen die Aufzucht ihrer Jungen überlassen

Die meisten Tiereltern – Mutter, Vater oder beide – sorgen selbst für ihre Jungen. Das gilt insbesondere für Vögel, denn schließlich müssen die Eier ausgebrütet werden! Nur der Kuckuck hat kein Problem damit, die Arbeit einem anderen Vogel zu überlassen. Keine Kuckucksmutter baut jemals ein Nest! Wenn es an der Zeit ist, ein Ei zu legen, sucht sie sich das Nest eines anderen Singvogels und legt das Ei dort hinein. Der kleine Kuckuck schlüpft schneller als die anderen Vögel und wirft die vorhandenen Eier aus dem Nest. So sichert er sich die ganze Aufmerksamkeit seiner unfreiwilligen Adoptiveltern – und die gesamte Nahrung, die sie herantragen. Sie sorgen für den kleinen Kuckuck, als wäre er ihr eigenes Junges.

Mütter, die ihr Junges bewusst verlassen

Manchmal wechseln Berggorilla-Weibchen die Gruppe und ziehen zu einem anderen Männchen. Ein solches Weibchen weiß, dass der Vater ihres Jungen besser für den Nachwuchs sorgt, als es der Silberrücken in der neuen Gruppe tun würde. Bei Berggorillas gibt es nämlich keine lieben Stiefväter! Solange ihr Junges noch sehr klein ist, würde eine Berggorilla-Mutter niemals die Gruppe wechseln. Aber sobald es zwei Jahre alt ist, kann es vorkommen, dass die Mutter ihr Junges in der alten Gruppe zurücklässt und sich einem anderen Silberrücken anschließt. In der alten Gruppe kümmert sich tatsächlich der Vater um seinen Sprössling. Die Mutter jedoch kehrt niemals zurück, um ihr Junges zu besuchen.


Mütter, die ihre Jungen „vor die Tür“ setzen

Südliche Gelbwangen-Schopfgibbons leben in Kleinfamilien aus Vater, Mutter und ihren Jungen. Wenn die Jungen mit zirka sechs Jahren erwachsen werden, müssen sie die Familie verlassen und sich „etwas Eigenes“ suchen. Die Mutter ist diejenige, die die Töchter vor die Tür setzt, der Vater sorgt dafür, dass die Söhne ausziehen. Es ist dann an der Zeit, dass die jungen Erwachsenen in die Welt hinausziehen und ihren Horizont erweitern!

Mütter im „Hotel Mama“

Bei vielen Säugetieren, die in Rudeln leben, bleiben entweder die Männchen oder die Weibchen ihr ganzes Leben in der Gruppe, in die sie hineingeboren wurden. Diese „Nesthocker“ haben oft Zeit ihres Lebens einen guten Kontakt zur Mutter und werden von ihr unterstützt. Beispiele dafür sind weibliche Elefanten, Südliche Schweinsaffen, Kattas und Löwen. Auch bei der Aufzucht der Jungen können sich die Mütter dieser Tierarten auf die Hilfe der „Omas“ stützen. 

Mütter, die ihren Nachwuchs in die Kita geben

Wenn man alleinerziehend ist, kann es schwierig sein, in Ruhe etwas zu erledigen, und sei es nur, eine ungestörte Mahlzeit einzunehmen. Nilpferd-Mütter kennen dieses Dilemma. Ihr Junges wird im Wasser geboren, aber sie selbst ernähren sich von Pflanzen, die an Land wachsen, und das hauptsächlich nachts. Das Junge ist jedoch im Wasser sicherer. Die Lösung: Arbeitsteilung mit anderen Weibchen! Die Mutter lässt ihr Junges bei einer oder zwei „Tagesmüttern“ zurück, während sie selbst zum Fressen ans Ufer geht. In so einer Kita sind die Jungen rundum versorgt: Die Erwachsenen behalten sie im Auge, während die Kleinen mit anderen Jungtieren spielen. 

Mütter, die die Chancen streuen

Weibliche Tafel- und Kolbenenten bauen zwar ein Nest und brüten auch ihre Eier aus, wollen aber offenbar die Chancen streuen. Es passiert ziemlich häufig, dass sie eines oder mehrere Eier in das Nest einer Artgenossin oder einer anderen Entenart legen. Wenn die eigene Brut misslingt, haben sie auf diese Weise trotzdem überlebenden Nachwuchs in der jeweiligen Saison – auch wenn dieser bei einer nichtsahnenden Adoptivmutter aufwächst.

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