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Planung der Kollektion bei Tieren und Pflanzen
Terug

Planung der Kollektion bei Tieren und Pflanzen

Freitag, 06 April 2018
Planung der Kollektion bei Tieren und Pflanzen

Will ein Tierpark einen bestimmten Lebensraum darstellen, dann braucht er Pflanzen und Tiere aus diesem Gebiet. Zoos haben dafür eine große Anzahl von Zuchtprogrammen aufgebaut. Wünscht sich ein Tiergarten eine bestimmte Art, die er noch nicht hält, dann wendet er sich an den Koordinator des betreffenden Zuchtprogramms. Bei Zustimmung sorgt der Koordinator dafür, dass dieser Tiergarten Tiere der gewünschten Art erhält. Für die Tiere muss man als anerkannter Zoo übrigens nicht bezahlen, wohl aber für den Transport und die nötigen Transportpapiere.

Viele Tierarten der nordamerikanischen Wüste sind nicht vom Aussterben bedroht und haben daher keine Hilfe eines Zuchtprogramms zum Überleben nötig. Wüstentiere werden außerdem nicht oft in Zoos gehalten. Aus diesen Gründen wurden keine gemeinschaftlichen Zuchtprogramme für die Tiere in unserer Wüste eingerichtet, außer für die Gila-Krustenechse und die Socorrotaube. Manchmal ist es daher schwierig, zum Beispiel für junge Dickhornschafe oder Pekaris Plätze in einem anderen Tiergarten zu finden oder einen zusätzlichen Truthahngeier zu erhalten. Schließlich gibt es keinen Zuchtprogramm-Koordinator, der diese Tiere vermittelt! Zoos benutzen in so einem Fall eine digitale, nur für Zoobiologen zugängliche “available/wanted list” (Biete-/Suche-Liste). Auf diese Weise weiß man doch von einander, wo welche Tiere verfügbar und gefragt sind. Einige Tierarten in Burgers´ Desert werden kaum in anderen europäischen Tiergärten gehalten. Wir arbeiten daher auch mit amerikanischen Tiergärten zusammen, die diese Arten manchmal doch in der Kollektion haben. So kooperieren wir beim Züchten von Katzenfretten mit amerikanischen Zoo, da kein anderer Park in Europa diese Tierart zeigt.

Auch Pflanzen müssen natürlich verantwortungsbewusst angeschafft werden. Burgers´ Zoo ist Mitglied in der niederländischen Vereinigung botanischer Gärten. Wir bekommen daher Pflanzen, Stecklinge oder Samen aus anderen botanischen Gärten gespendet. Natürlich züchten wir durch Stecklingsvermehrung auch selbst Pflanzen, so dass wir einen großen Teil unserer Pflanzenkollektion aufrechterhalten können.

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