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Von allen Seiten bedroht
Terug

Von allen Seiten bedroht

Mittwoch, 28 Februar 2018
Von allen Seiten bedroht

In Asien – dem Erdteil mit der höchsten Bevölkerungsdichte – steht die Natur stark unter Druck. Viele Säugetierarten aus dem tropischen Asien sind vom Aussterben bedroht. Bis auf die chinesischen Muntjaks und die Brillenlanguren stimmt das leider auch für alle Säugetierarten in Burgers´ Rimba. In Tiergärten wurden daher für diese Arten Zuchtprogramme eingerichtet.

Überall auf der Welt kommt die Natur durch Abholzung von Wäldern und (oft illegale) Jagd nach Fleisch in Bedrängnis. Die Tierarten, die in der Rimba zu sehen sind, haben jedoch oft auch noch andere Probleme. So wird in Asien viel gewildert um Körperteile von Tieren in traditioneller Medizin zu verarbeiten, von der die Wirksamkeit nicht wissenschaftlich bestätigt ist. Beispielsweise sollen bestimmte Knochen des Binturong potenzsteigernd wirken und außerdem die Wahrscheinlichkeit für die Zeugung eines Sohnes erhöhen. Vom Tiger werden allerlei Körperteile zu Puder, Trank und Salbe gegen die verschiedensten Leiden verarbeitet. So sollen die Schnurrhaare gegen Zahnschmerzen helfen und der Schwanz gegen Epilepsie. Bären werden in Vietnam und China unter sehr schlechten Bedingungen in speziellen Farmen gehalten um ihnen Galle abzuzapfen. Die gilt auch als Wundermittel und ist sehr kostspielig. Glücklicherweise ist in den vergangenen Jahren in mehreren asiatischen Ländern ein Kulturumschwung in Gang gekommen. Nun wird die Verarbeitung von Bestandteilen von (bedrohten) Tierarten in Arzneien mehr und mehr zur Diskussion gestellt.

Eine überraschende Bedrohung stellt den Banteng vor Probleme: Die sehr kleine Restpopulation kreuzt sich mit verwilderten Bali-Rindern, von denen es ungefähr 1,5 Millionen gibt! Dadurch gehen immer mehr Banteng-Gene verloren.

Der Schweinshirsch hat Teile seines natürlichen Lebensraumes durch den Bau von Wasserkraftwerken verloren. Schweinshirsche leben gerne nah bei Flüssen, aber diese Bereiche sind nun teilweise überströmt. Außerdem hat der Mensch eine neue bodendeckende Pflanze eingeführt. Diese Mikania-Pflanzen werden durch Schweinshirsche nicht gefressen, aber sie verdrängen die natürlichen Futterpflanzen der Tiere.

 

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